Lesung aus Wielands Agathon

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Schwäbische Zeitung

Edeltraud Garlin liest am Mittwoch, 13. März, 18 Uhr, aus Wielands Roman „Geschichte des Agathon“ im Haus der Archive in der Waldseer Straße. Der Eintritt kostet einen Euro.

Wielands Roman „Geschichte des Agathon“, in Biberach 1761 bis 1766 geschrieben, gilt als der erste deutsche Bildungsroman, demGoethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ oder beispielsweise Thomas Manns „Zauberberg“ folgten. Knapp 33-jährig stellt Wieland seine eigene Entwicklung in der Gestalt des Agathon dar.

Der junge schwärmerische Mann erlebt Abenteuer und sammelt dabei unzählige Erfahrungen. Die Begegnung mit dem Weltmann Hippias, seinem absoluten Gegenpart, lässt ihn seinen eigenen Weg finden. „Erstaunlich modern und aktuell sind seine Gedanken über die Rolle der Frau, und man erkennt bereits in diesem frühen Roman seine fortschrittlichen Ansichten über die Vorteile einer emanzipierten Frau“, heißt es in der Ankündigung der Veranstalter. Kurz nach dem Erscheinen urteilte Lessing über das Werk: „Der erste und einzige Roman für den denkenden Kopf von klassischem Geschmack.“

Bei der Lesung, einer Veranstaltung von Wieland-Gesellschaft in Kooperation mit der Wieland-Stiftung, wird ein Dialog zwischen Hippias und Agathon vorgestellt sowie eine Abhandlung über die Macht der Frauen, die in einer Unterredung zwischen Aspasia und Danae stattfindet. Aspasia, eine griechische Philosophin, die durch wichtige Männer ihrer Zeit als Hetäre oder gebildete Geliebte sich häufig herabgesetzt gefühlt hat, bringt Danae, später Hetäre und Geliebte von Agathon, Überlegungen zur Bedeutung und Stellung der Frau näher.

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