Lehrer machen sich bei Lehrern schlau

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Schwäbische Zeitung

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulm bietet Fortbildungen für Lehrer im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich an. Lehrer von weiterführenden Schulen, die das neue Profilfach IMP unterrichten, nutzten das Angebot und besuchten die Lernfabrik 4.0 an der Karl-Arnold-Schule in Biberach. Das berichtet die IHK. IMP wird an Gymnasien unterrichtet und verbindet Informatik, Mathematik und Physik. Die Lehrer-Fortbildungen sind Teil des IHK-Projekts „Faszination Naturwissenschaften und Technik“. Ziel sei es zu zeigen, wie die theoretische Inhalte des Bildungsplans in der Praxis anwendbar sind, heißt es in dem Bericht.

Max Diebolder und Reinhard Erhardt, die für die Lernfabrik 4.0 in Biberach verantwortlich sind, ließen sich im Unterricht von ihren Kollegen über die Schulter schauen. Im Fach Automatisierungstechnik wurde deutlich, welche Bedeutung die Vernetzung der Fächer Informatik, Mathematik und Physik in der Praxis hat. So lernen und üben die Schüler in der Lernfabrik an der sogenannten Siemens-SZ-Steuerung, die häufig in Unternehmen genutzt wird. Damit ist sichergestellt, dass das Wissen, das vermittelt wird, auch direkt einsetzbar ist.

Im Fach Automatisierungstechnik haben die Schüler die Aufgabe, eine Maschine so zu programmieren, dass Zylinder nacheinander ausfahren. Das ist in der Praxis wichtig in der Arbeitssicherheit und der Qualitätssicherung. Deutlich wurde auch, dass nach dem Prinzip „Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe“, kurz EVA-Prinzip, gearbeitet wird. Uwe Sonnenfroh, Lehrkraft an der Spitalhofschule in Ulm, freute sich laut IHK darüber, dass Inhalte, die er im Unterricht behandelt, in der Lernfabrik 4.0 relevant sind: „Das EVA-Prinzip ist bereits in der Schule Thema. Ich weiß ja, was nachher gebraucht wird.“

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