Lehrer der ersten Stunde verabschiedet

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Helmut Fesseler, Franz Schlegel und Peter Otto haben viele Jahre am Bischof-SprollBildungszentrum unterricht. Jetzt beginnt für
Helmut Fesseler, Franz Schlegel und Peter Otto haben viele Jahre am Bischof-SprollBildungszentrum unterricht. Jetzt beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt (Foto: BSBZ)
Schwäbische Zeitung

Drei Pädagogen der ersten Stunde haben das Bischof Sproll Bildungszentrum (BSBZ) in Rißegg verlassen. In einer Feierstunde in der alten Aula verabschiedeten die Kollegen und die Schulleitungen Helmut Fesseler, Peter Otto und Franz Schlegel in den Ruhestand.

Die Realschule am BSBZ verliert mit Helmut Fesseler einen Lehrer, der 30 Jahre die Schule maßgeblich geprägt und mitgestaltet hat. Nach einer breit angelegten Ausbildung zum Zimmermann und anschließender Universitäts- sowie pädagogischer Hochschulausbildung in Ulm und Weingarten vermittelte er als Klassenlehrer Generationen von Schülern sein Wissen vor allem in den Naturwissenschaften. Er engagierte sich auch in der Lehrerfortbildung, der Revision des reformpädagogischen Marchtaler Plans und als Vorsitzender der Mitarbeitervertretung. Die Betreuung des über die Jahre immer größer gewordenen Computernetzwerks war bei ihm in besten Händen. Handwerkliche Projekte und der Vorsitz im Biberacher Bezirks-Imkerverein sind die Bereiche, in denen sich Helmut Fesseler weiter einbringen wird.

Seit Beginn des Betriebs der Bischof-Sproll-Schule im Jahr 1979 führte Peter Otto Schüler zum Haupt- und Werkrealschulabschluss. Er leistete Pionierarbeit in der Erarbeitung der Konzepte zur Orientierung im Berufsleben, betreute die Fachbereiche Geographie sowie Mathematik und koordinierte über Jahrzehnte das Biberschießen für das BSBZ. Zudem arbeitete er im administrativen Bereichen wie der Stundenplan- und Vertretungsplanerstellung mit. Stellvertretend für das ganze Kollegium ehrte ihn Max Kinzer in humoristischer Weise mit einem Vortrag zu seinem lieb gewonnenen „Peter-Otto-Utensil“: dem Kugelschreiber.

Nach seinem Referendariat in Ehingen widmete Franz Schlegel seit 1980 sein gesamtes Berufsleben der ganzheitlichen Erziehung der Kinder im Sinne des Marchtaler Plans. So organisierte er über viele Jahre die musischen Abende, dokumentierte und bereicherte sie vor allem mit Beiträgen der Orff-Arbeitsgemeinschaft. Bereichernd für das Schulleben waren seine außerschulischen Tätigkeiten in der Kirchengemeinde St. Martin, im Wieland- Archiv und als Posaunist. Seine wissenschaftliche Hausarbeit über den Biberacher Komponisten Justinus Heinrich Knecht bildete wohl vor rund 40 Jahren den Ausgangspunkt für ein Expertenwissen auf diesem Gebiet. Passend zu seinem musischen Engagement schickte das Kollegium der Grund- und Werkrealschule Franz Schlegel mit einem Lied in den Ruhestand.

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