Laura Süßemilch sammelt Weltranglistenpunkte

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 Laura Süßemilch
Laura Süßemilch (Foto: van Gansen)
Schwäbische Zeitung

Die Radsportlerin Laura Süßemilch hat mit ihrem belgischen Team „Healtmate-Cyclelive“ ihr letztes Straßenrennen in dieser Saison bestritten. Bei der „Flanders Diamond Tour“ belegte sie den 13. Platz und konnte noch einiges dazulernen.

Für Laura Süßemilch, die beim RSC Biberach groß geworden ist, und ihr belgisches Team war die „Flanders Diamond Tour“ ein besonderer Höhepunkt. Im belgischen Nijlen war es ihre Aufgabe, konstant an der Spitze zu fahren. In dem Rennen mit mehr als 160 Fahrerinnen musste Süßemilch, die aus Zollenreute bei Aulendorf kommt, bei Attacken der anderen Profiteams hinterherfahren, um im Falle einer Spitzengruppe mit vertreten zu sein.

Letzten Endes schaffte es keine Gruppe, sich deutlich vom Feld abzusetzen, sodass es am Ende zum Massensprint kam. „Ich half unserer Sprinterin, sich die letzten zehn Kilometer vorn aufzuhalten. Es war auch wichtig, unter den ersten 20 in die Kopfsteinpflaster-Passage, die fünf Kilometer vor dem Ziel war, einzufahren“, so die 22-Jährige. Bereits an dieser Stelle verlor das Team zwei Helferinnen durch einen Sturz in der Mitte des Felds. Zu Dritt mussten die Fahrerinnen des Süßemilch-Teams den Sprintzug aufbauen. „Unsere Leaderin wurde Fünfte und ich konnte mir trotz vieler Arbeit auch noch einen 13. Platz sichern und dabei Weltranglistenpunkte sammeln“, so Süßemilch,

Nach einem sehr anstrengenden Frühjahr auf der Straße war die „Flanders Diamond Tour“ für die 22-Jährige ihr vorerst letztes Straßenrennen in dieser Saison. „Ich habe noch nie so schnell so viel lernen können wie in dieser Saison“, sagte Süßemilch rückblickend. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich den Schritt auf die Straße zurück gemacht habe und ich bin sehr zufrieden mit meinem neuen Team.“ Mit ihren Mannschaftskolleginnen verstehe sie sich sehr gut und auch bei World-Tour-Rennen wie „Driedaagse Brugge De Panne“ am Start gestanden zu haben, sei ein Erlebnis, das man nicht vergisst. „Diese schweren Straßenrennen haben auch extrem zur Entwicklung auf der Bahn beigetragen. Ich gewann im Frühjahr beim Sichtungsrennen die Einerverfolgung“, so Süßemilch. „Durch die Frühjahrsklassiker hat sich meine Rennhärte sehr viel mehr verbessert und ich konnte unserer Teamleaderin immer helfen.“

Für Laura Süßemilch geht die Saison nun auf der Bahn weiter.

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