Landratsamts ordnet Corona-Tests nur noch bei dringendem Verdacht an

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 Ein weiteres positives Testergebnis ging am Montag im Kreisgesundheitsamt ein.
Ein weiteres positives Testergebnis ging am Montag im Kreisgesundheitsamt ein. (Foto: Hans Klaus Techt/dpa)
Schwäbische Zeitung

Auch der Landkreis Biberach folgt den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) für die Testverfahren auf das Coronavirus und testet fortan nur noch Personen, „die eine Symptomatik wie beispielsweise...

  • Fieber
  • Verdacht auf eine Lungenentzündung
  • oder Halsschmerzen...

...aufweisen und bei denen der behandelnde Arzt an eine Erkrankung an Covid-19 denkt, weil sich die Symptomatik anderweitig nicht erklären lässt oder weil ein Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn stattgefunden hat“, erklärt Dr. Monika Spannenkrebs, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.

Über das Sozialministerium Baden-Württemberg wurde das Gesundheitsamt informiert, dass das RKI seine Empfehlungen für die Diagnostik und das Testverfahren angepasst hat. Hintergrund dafür ist, dass mittlerweile von grundsätzlichen Übertragungsrisiken innerhalb Deutschlands auszugehen ist und der Fokus nicht mehr auf die Rückkehr aus einem Risikogebiet gelegt wird.

Hinzu kommen die endlichen Testkapazitäten in den einzelnen Laboren.

Risikopatienten und medizinisches Personal werden weiter getestet

Unabhängig davon werden auch Risikopatienten wie ältere Patienten, vorerkrankte Menschen oder Personen, die in der Pflege, in einer Arztpraxis oder in einem Krankenhaus arbeiten, getestet, wenn es im Einzelfall zum Ausschluss einer Infektion mit dem Coronavirus wichtig ist.

„Allen Personen, die leichte grippale Symptome aufweisen, empfehlen wir, zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Außerdem sollen auch die Personen im Umfeld informiert werden. Auch ihnen wird angeraten, ihre sozialen Kontakte deutlich zu reduzieren.“

Sollte sich der Krankheitsverlauf verschlimmern, rät Spannenkrebs sich telefonisch mit dem Hausarzt oder dem hausärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116117 in Verbindung zu setzen. Hausärzte, die nicht selbst testen können, melden konkrete Verdachtsfälle beim Gesundheitsamt. Die Betroffenen erhalten dann von dort einen Termin für einen Abstrich.

Telefonkonferenz mit den Bürgermeistern

Die neusten Entwicklungen und die Änderungen im Testverfahren hat Landrat Heiko Schmid mit allen Bürgermeistern in einer Telefonkonferenz am Montag besprochen. „Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Wir haben uns darauf verständigt, bei Bedarf und auch in regelmäßigen Abständen wieder in Telefonkonferenzen auszutauschen, die nächste steht bereits heute in einer Woche an“, so Schmid.

Im Hinblick auf die noch ausstehenden rund 270 Testergebnisse teilt er mit, das betroffene Labor habe mittlerweile mitgeteilt, dass die Proben noch zu verwenden seien. „Diese Klarheit durch das Labor hätte ich mir am Sonntag gewünscht. Wir hätten uns damit viel Ärger und verunsicherte Menschen erspart. Trotzdem haben wir bei 20 Personen vorsichtshalber eine Nachtestung vorgenommen. Auch das ist eine Empfehlung des Labors.“

Ein weiteres positives Testergebnis

Ein weiteres positives Testergebnis ging am Montag ein. Es handelt sich um einen 80-jährigen Mann aus dem Kreisgebiet. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit seine Kontaktpersonen.

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