Landrat begrüßt neue deutsche Staatsangehörige

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 Im Rahmen der Einbürgerungsfeier überreichte Landrat Heiko Schmid Eleni Spähn (Mitte) und Mia Strainesu die Urkunde über die de
Im Rahmen der Einbürgerungsfeier überreichte Landrat Heiko Schmid Eleni Spähn (Mitte) und Mia Strainesu die Urkunde über die deutsche Staatsangehörigkeit. (Foto: Landratsamt)
Schwäbische Zeitung

In den vergangenen 26 Monaten haben 276 Frauen und Männer im Landkreis Biberach die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen. Sie und ihre Angehörigen hatte Landrat Heiko Schmid zu einer Feier ins Landratsamt eingeladen. Bei der Einbürgerungsfeier begrüßte Schmid am Dienstagabend mehr als 100 neue deutsche Bürger sowie ihre Angehörigen im großen Sitzungssaal des Landratsamts. Die Einbürgerungsfeier fand zum siebten Mal seit 2009 statt.

Schmid appellierte in seiner Rede, menschliche Beziehungen und Bindungen zu knüpfen und zu intensivieren. Er honorierte das Engagement der Neubürger zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit. „Ich wünsche mir auch von den Menschen ohne Migrationshintergrund eine Neugier gegenüber den anderen Menschen. Integration ist etwas Gegenseitiges – nichts Einseitiges“, so der Landrat. Stellvertretend für alle neuen deutschen Staatsangehörigen überreichte der Landrat Mia Strainesu und Eleni Spähn die Urkunde über die deutsche Staatsangehörigkeit.

Von den 276 neuen deutschen Staatsangehörigen im Landkreis kommen zehn Prozent aus Großbritannien. Damit hat sich der Anteil der aus Großbritannien stammenden Neubürger seit der letzten Einbürgerungsfeier im September 2017 verdoppelt. Es liege nahe, so Schmid, dass die Situation um den Brexit in die Entscheidung dieser Frauen und Männer eingeflossen sei.

Nach dem Landrat sprach Neubürger Nicolas Graf Reuttner von Weyl-Mynet über seine Entscheidung, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen. Vor dem Hintergrund der Unruhen der Französischen Revolution sei seine Familie vor mehr als 200 Jahren als Flüchtlinge nach Württemberg und in den Landkreis Biberach gekommen. Schon lange pflegte die Familie den internationalen Kontakt. Seine Mutter war Österreicherin und heiratete seinen späteren Vater, einen Briten. So bekam er durch Geburtsrecht die britische Staatsbürgerschaft. „Als Student, im Urlaub und beruflich reiste ich durch Europa. Ich war stolz auf mein BC-Nummernschild und erzählte allen, die noch nichts davon wussten, von diesem schönen Fleckchen Erde“, so Graf Reuttner von Weyl-Mynet. Im Sommer dieses Jahres ist seine Familie aus beruflichen Gründen nach Deutschland gezogen. Er fügte hinzu: Wenn nicht der berufliche Grund ausschlaggebend gewesen wäre, hätte ihn vermutlich der Brexit bewogen, nach Deutschland zurückzukommen. Die Familie sei stolz auf die deutsche Staatsangehörigkeit. Es sei ein Privileg, sich hier einbringen zu dürfen.

Der Chor „Le Crescentis“ aus Eberhardzell unter der Leitung von Birgit Barth umrahmte die Einbürgerungsfeier musikalisch.

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