Kunstunterricht soll eine größere Rolle spielen

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Sie haben auf dem Podium diskutiert (von links): Sabine Brandes, Marco Hompes, Willi Siber, Willi Glück und Karl Schley.
Sie haben auf dem Podium diskutiert (von links): Sabine Brandes, Marco Hompes, Willi Siber, Willi Glück und Karl Schley. (Foto: Jugendkunstschule Biberach)
Schwäbische Zeitung

Die Bedeutung der Kunst in Schule und Bildung hat beim dritten „Blauen Salon“ der Jugendkunstschule (Juks) Biberach die Sprecher auf dem Podium beschäftigt. Zu wenig Zeit, fachfremde Lehrer und eine als unnötig empfundene Bewertung des Kunstunterrichts wurden zusammenfassend kritisiert.

Marco Hompes, Leiter des Museums Villa Rot in Burgrieden, stellte fest, dass Kinder und Jugendliche, wenn sie denn einmal im Museum sind, das, was sie dort vorfinden, in der Regel spannend finden. Es gelte, die Barrieren des Zugangs zu verringern und Kulturschranken abzubauen. Für Willi Siber, renommierter Künstler und langjähriger Kunstlehrer, ist die Bedeutung von Kenntnissen über die Künste wichtig. Ohne fundiertes Wissen können junge Menschen zum Beispiel zeitgenössische Kunst nicht einordnen und verstehen, so Siber. Diese Vermittlung komme in der Schule viel zu kurz. Willi Glück, Theaterschüler der Juks, stellte die Bedeutung von Spaß und Zusammenhalt heraus, die er seit Jahren in der Juks erlebt. Durch sie wurden für ihn künstlerische Prozesse als Teil seiner eigenen Entwicklung erfahrbar.

Karl Schley, ehemaliger geschäftsführender Schulleiter der Schulen in Biberach, formulierte das Fazit der lebendigen Diskussion: Es komme darauf an, Kinder und Jugendliche in der Schule zu glücklichen Menschen zu machen. Die Beschäftigung mit Kunst sei dafür fundamental.

Die Moderatorin Sabine Brandes, Geschäftsführerin des Landesverbands der Jugendkunstschulen in Baden-Württemberg, stellte abschließend fest, dass das Publikum durch seine rege Beteiligung und mit seinen prägnanten Vorschlägen eine Beratungskommission des Kultusministeriums bilden könnte.

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