Kirchberg vor hoher Hürde in Ringschnait

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Der SV Reinstetten (hier Marco Matzkat) hofft auf den ersten Saisonsieg.
Der SV Reinstetten (hier Marco Matzkat) hofft auf den ersten Saisonsieg. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Sechs der sieben Begegnungen des sechsten Spieltags der Fußball-Bezirksliga Riß gehen am Sonntag, 9. September, über die Bühne. Der SV Mietingen trägt seine Partie gegen den SV Eberhardzell erst am Dienstag, 11. September, aus. Tabellenführer Ringschnait visiert gegen den TSV Kirchberg den fünften Saisonsieg an. Aufsteiger Baustetten liebäugelt gegen das noch punktlose Schlusslicht Reinstetten mit dem vierten Saisonerfolg. Anpfiff ist auf allen Plätzen um 15 Uhr.

Die empfindliche 1:6-Niederlage im letzten Heimspiel gegen Mietingen hat der SV Dettingen mit einem glatten 4:0-Sieg in Eberhardzell gekontert. Nach dem Pokal-Viertelfinaleinzug unter der Woche ist der SVD offensichtlich wieder auf dem richtigen Weg. Der soll dann auch über kurz oder lang in jene Regionen führen, wo der SVD in den vergangenen drei Jahren Stammgast war. Weniger Spielglück hatte zuletzt der SV Baltringen. Vor zehn Tagen verhinderte ein Gewitter einen scheinbar sicheren Sieg, vor Wochenfrist verpasste man in der Nachspielzeit gegen Gutenzell den Erfolg. Darüber hinaus kassierte der zuletzt starke Torjäger Halil Ayan die Rote Karte. Den könnte der SVB nun dringend gebrauchen, die Bilanz in Dettingen ist schwarz.

Die Freude war groß beim SV Baustetten über den ersten Auswärtssieg, das eigene Sportgelände scheint eine beinahe uneinnehmbare Festung zu sein. Saisonübergreifend hat der Aufsteiger 43 der möglichen 48 Heimpunkte eingefahren. Nun hat der SVB die Chance vor Augen, mit einem weiteren Heimerfolg gegen den SV Reinstetten zumindest zwei Tage lang den zweiten Platz einzunehmen. Das Schlusslicht plagen ganz andere Sorgen. Der große personelle Umbruch ist längst noch nicht vollzogen, am Vorsonntag handelte man sich zu allem Übel auch noch eine Rote Karte und Verletzungen ein. Gute Ansätze waren in allen Spielen erkennbar, ob dies in Baustetten ausreicht, endlich in den Punktemodus zu kommen, ist fraglich.

In der Vorwoche das Spitzenspiel gewonnen, unter der Woche den Pokal-Viertelfinaleinzug perfekt gemacht – beim SV Ringschnait passt derzeit vieles zusammen. Und das ohne den verletzten Spielertrainer Simon Boscher, den eine Bänderverletzung plagt. Sein Personal setzt die Vorgaben weitgehend um, da scheint auf dem Papier der fünfte Saisonsieg gegen den TSV Kirchberg Formsache. Mitte Mai dieses Jahres bot eben jener TSV eines seiner besten Saisonspiele und rang dem damaligen Zweiten alle drei Punkte ab. Zur Wiederholung dieses kleinen Kunststückes braucht der zuletzt zwei Mal gegen Spitzenteams unterlegene Tabellenneunte eine sattelfeste Abwehr und abschlusssichere Konterspieler.

Allen Zweiflern zum Trotz ist der VfB Gutenzell ganz gut in die Bezirksliga-Saison gekommen. Das überraschende Pokalaus unter der Woche in Erlenmoos war aber ein Rückfall in schwächere VfB-Zeiten. In der Partie gegen die TSG Achstetten will das derzeit heimstärkste Team der Liga aber Rehabilitation für diesen Lapsus und das Punktekonto aufstocken. Die Gäste wählten vor drei Tagen das genaue Gegenprogramm und überzeugten nach zwei Liga-Niederlagen in Folge mit einem klaren 5:1-Pokalsieg gegen Kirchberg. Trotz einer sehr stark besetzten Offensivabteilung reichte es für Vorletzten aber auswärts noch zu keinem Punktgewinn. Der letzte Bezirksliga-Auswärtssieg gelang ausgerechnet in Gutenzell vor 16 Monaten.

Es entwickelt sich langsam zum Alptraum für Trainer Franz Leicht und den TSV Ummendorf. Zum wiederholten Male ging der Aufsteiger unter der Woche im Pokal trotz eigener zwei erzielter Treffer als Verlierer vom Feld. Offensiv kann der TSV absolute Bezirksliga-Tauglichkeit vorweisen, im eigenen Strafraum weist man mit 16 Gegentreffern aber noch große Schwächen aus, die man sich gegen Olympia Laupheim II kaum leisten kann. Die allgemein hoch gehandelten Gäste erlitten aber am Vorsonntag auch ihren ersten Dämpfer und brachten die zweifellos vorhanden spielerischen Qualitäten nicht auf den Platz. Um den Zug nach oben nicht frühzeitig zu verpassen, brauchen die Gäste ihren dritten Saisonsieg.

Der SF Schwendi konnten den schwachen Saisonstart mit zwei sehr überzeugenden Siegen in Serie inzwischen glätten, jetzt richtet sich der Blick beim Tabellenachten gedanklich nach oben. Zunächst stellt sich aber der SV Steinhausen in den Weg, gegen den die Sportfreunde in den vergangenen vier Partien unbesiegt blieben und drei Mal als Sieger den Platz verließen. Die punktgleichen Gäste mussten ebenfalls einen sehr verhaltenen Saisonstart korrigieren, dies gelang mit zwei Heimsiegen. In der Vorsaison gab es ein unglückliches 1:2 in Schwendi, man hatte seinerzeit die SF in Halbzeit zwei aber klar im Griff. Das angestrebte Mindestziel Remis scheint für die lauf- und kampfstarken Gäste machbar zu sein.

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