Kirchberg erwartet Dettingen zum Derby

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 Jochen Kern und der SV Dettingen treten am Sonntag zum Derby beim TSV Kirchberg an.
Jochen Kern und der SV Dettingen treten am Sonntag zum Derby beim TSV Kirchberg an. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Mit dem elften Spieltag wird am Sonntag, 7. Oktober, die englische Woche in der Fußball-Bezirksliga Riß abgeschlossen. Den Tabellenführer Mietingen erwartet bei Olympia Laupheim II keine leichte Aufgabe, auch Verfolger SV Ringschnait hat mit dem SV Baustetten einen sehr ernst zu nehmenden Gegner. In Sulmetingen erwartet der Dritte den Vierten Gutenzell, im Illertal-Derby trifft Kirchberg auf den SV Dettingen. Anstoß ist bei allen Partien um 15 Uhr.

Dass Ballbesitz-Fußball nicht immer der Weisheit letzter Schluss ist, musste zuletzt Olympia Laupheim II am eigenen Leib erfahren. Vier der vergangenen sechs Partien gingen verloren, darunter stehen drei Heimniederlagen. Die vierte Nullnummer auf eigenem Platz will man mit allen Mitteln vermeiden, auch wenn der Gegner Tabellenführer SV Mietingen heißt. Für den SVM-Co-Trainer Christian Glaser ist es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Nicht dabei ist dagegen verletzungsbedingt Ben Rodloff, ebenfalls ein Ex-Olympianer. Der SVM gewann sechs der vergangenen sieben Partien, sollte beim Siebten aber auf der Hut sein.

Beim SV Ringschnait war die Freude über den Sieg im Verfolgerduell groß – weniger Spaß hatte man an den Randerscheinungen. Gleich drei Akteure mussten ohne gegnerische Einwirkung verletzt vom Platz, in welcher Formation der Zweite gegen den SV Baustetten aufläuft, steht noch in den Sternen. Mit dabei sollte aber Manuel Münst sein, der allein sieben der jüngsten neun Treffer erzielte. Einen Stürmer dieser Klasse wünscht man sich auch beim Aufsteiger, der in seinen vergangenen drei Partien nur ein Mal traf, dafür aber zwei Zähler kassierte. Trotz alledem hat der SVB die Substanz, gegen Spitzenteams zu bestehen.

Im Illertalderby Ende April zwischen dem TSV Kirchberg und dem SV Dettingen bekamen die Anhänger beim 4:4 allerbeste Unterhaltung. Für das jetzt anstehende Derby bringen die auf Rang elf platzierten Gastgeber gleich fünf Remis in Folge mit, die aber zum großen Teil alle die gleiche Handschrift tragen: Der TSV steht hinten kompakt, trifft aber vorne zu selten. Die um zwei Plätze und zwei Zähler besser dastehenden Gäste beendeten rechtzeitig zum Lokalkampf ihre Minikrise, haben aber personell ihre Probleme. Angreifer Felix Buck und Innenverteidiger Tobias Walker fallen aus, hinter dem angeschlagenen Spielertrainer Andreas Betz steht ein Fragezeichen.

Gute und anerkennende Kritiken gab es für den SV Steinhausen unter der Woche beim Gastspiel in Mietingen zur Genüge, aber eben keine Punkte. Diese Partie und zwei vorangegangene Siege stimmen den Zehnten für das Heimspiel gegen den SV Eberhardzell positiv. Für Zwischenlösungen war der SVS bisher nicht zu haben, neben Mietingen ist man das einzige Team ohne ein Remis. Dieses Resultat gab es für die Gäste unter der Woche erstmals, ärgerlicherweise gegen das Schlusslicht. Beim Tabellenachten nimmt man diese etwas schwächere Partie nicht zum Maßstab, jetzt will man erstmals seit einem 4:0-Sieg in Schwendi Mitte August wieder auswärts punkten.

Schlusslicht SV Reinstetten schrammte unter der Woche nur knapp am zweiten Saisonsieg vorbei. Gegen den SV Baltringen gibt es ein Wiedersehen mit Gästecoach David Freudenmann, der in sportlich deutlich besseren Zeiten für den SVR in der Landesliga auf Torejagd ging. Die auf eigenem Platz noch punktlose Stvoric-Truppe will endlich im Waldstadion Zählbares. Die personell stark besetzten Gäste hinken mit dem aktuellen Platz zwölf deutlich den eigenen Ansprüchen hinterher. Unter der Woche fand man gegen Achstetten keine Mittel, wenn beim SVB aber vorne mal der Knoten platzt, dann richtig: In der laufenden Saison gelangen bei zwei der drei Siege gleich fünf eigene Treffer.

Eine Woche nach dem 0:5 in Ringschnait hat es Aufsteiger TSV Ummendorf gegen die SF Schwendi erneut mit einem Team aus dem oberen Drittel zu tun. Für Trainer Franz Leicht ist es die primäre Aufgabe, die Serie von fünf sieglosen Partien aus den Köpfen zu bekommen. In Führung ging der TSV in dieser Saison bisher nur einmal, beim einzigen Sieg gegen Reinstetten. Die Sportfreunde hingegen wurden nach drei sieglosen Partien innerhalb von zwei Wochen von Platz eins auf Position fünf durchgereicht, noch ist die Spitzengruppe aber in Sichtweite. Co-Trainer Benjamin Friedrich muss eine Zwangspause einlegen, trotzdem sollte man die Oberhand behalten.

Duelle zwischen den Bezirksliga-Dinos SV Sulmetingen und VfB Gutenzell waren in der jüngeren Vergangenheit stets eine enge Nummer. In den sechs vergangenen Spielen gab es drei Mal keinen Sieger und drei hauchdünne VfB-Siege. Diese schiefe Bilanz will der gastgebende Dritte, der die beste Defensivabteilung stellt, nun etwas korrigieren. Der Vierte aus Gutenzell reist mit der zweitbesten Abwehrreihe und einer passablen Auswärtsbilanz, die zwei Siege und ein Remis ausweist, an. Mit einem Sieg würde man den SVS auf Platz drei ablösen. Die tabellarische Konstellation verspricht wieder ein enges Duell.

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