Kinderschutzbund braucht Unterstützung

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Unterstützung für die Arbeit mit Kindern: Mabel Engler (3. v. r.), Vorsitzende des Kinderschutzbunds Biberach, sucht weitere Mit
Unterstützung für die Arbeit mit Kindern: Mabel Engler (3. v. r.), Vorsitzende des Kinderschutzbunds Biberach, sucht weitere Mitstreiter für die Arbeit im Verein. (Foto: SZ-Archiv)

Dass der Biberacher Kinderschutzbund ein wichtiger und gefragter Verein ist, sieht man unter anderem an der Warteliste, die es gibt. Bereits jetzt werden rund 50 Kinder in den drei verschiedenen Einrichtungen und Angeboten betreut. Der Bedarf ist laut der Vorsitzenden Mabel Engler aber durchaus größer.

„Damit wir unsere Arbeit im Kindertreff, im Treffpunkt 50plus und im kleinen Rohrspatz gut machen können, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Wir suchen deshalb dringend weitere Ehrenamtliche“, sagt Engler. Auch das Vorstandsteam könnte noch ein bisschen „frischen Wind“ vertragen. Gesucht werden auch Interessierte für die Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung der Verwaltung.

„Jüngeren das Feld überlassen“

Mabel Engler ist im kommenden Jahr bereits seit 40 Jahren im Kinderschutzbund tätig. „Ich liebe diese Arbeit wirklich, ich möchte Kindern eine Lobby geben, weil sie es verdient haben“, sagt die 58-Jährige. „Aber langsam würde ich mich auch gerne ein bisschen zurücknehmen und jüngeren Leuten das Feld überlassen.“

Das Besondere an der Arbeit des Kinderschutzbunds ist für Engler die Arbeit in Kleingruppen: „So können wir Kinder wirklich individuell fördern und ihre sozialen Kompetenzen stärken.“ Eine Einrichtung dieser Art gebe es sonst in Biberach nicht. „Wir arbeiten sehr familiär und versuchen, bei den Kinder individuell Defizite auszugleichen.“ Mit Erfolg.

Dies alles sei aber ohne die engagierte Mitarbeit der Ehrenamtlichen gar nicht möglich. Sie helfen den Biberacher Schulkindern von der ersten bis zur achten Klasse unter anderem bei den Hausaufgaben, betreuen den täglichen Kindertreff in der Wielandstraße, begleiten sie bei Freizeitangeboten und vieles mehr. „Die Ehrenamtlichen sind wirklich das Herz unseres Vereins“, sagt Engler. Momentan sind es rund 15 Menschen, die den Kinderschutzbund unterstützen. „Die Leute bringen sich stundenweise ein, jeder, wie er eben Zeit hat“, so die Vorsitzende. „Aber wir suchen dringend weitere interessierte Bürger, auch für den kleinen Rohrspatz an der Gaisental-Schule.“

Finanziell unterstützt wird der Kinderschutzbund von der Stadt Biberach: „Dafür sind wir sehr dankbar, ohne diese Finanzspritze könnten wir nicht existieren. Zudem bekommen wir die nötigen Räumlichkeiten.“ Ab November gibt es sogar noch einen zusätzlichen Raum. Denn dann ist die Sanierung der ehemaligen Hausmeister-Wohnung in der Pflugschule nahezu abgeschlossen und der Kinderschutzbund kann zurück in seine ehemaligen Räume. Und darauf freuen sich die Kinder und Mitarbeiter schon sehr.

Der Kinderschutzbund lädt am 7. Dezember um 19 Uhr zur Mitgliederversammlung ins Restaurant Pedi ein. Eingeladen sind neben den Mitgliedern auch alle Interessierten. Weitere Infos gibt es direkt bei Mabel Engler unter Telefon 0160/97861889 oder per E-Mail an

dksb-biberach@outlook.de

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