Kinder lernen 17 Instrumente kennen

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 Manuel Zieher zeigt wie man ein Euphonium bläst.
Manuel Zieher zeigt wie man ein Euphonium bläst. (Foto: Josef Aßfalg)
Josef Aßfalg

Der Infotag der Bruno-Frey-Musikschule mit Instrumentenvorstellung, der im Heinz-H.-Engler-Forum stattgefunden hatte, ist gut besucht gewesen. Die Kinder konnten 17 verschiedene Instrumente kennenlernen und ausprobieren.

Egal, ob die Eltern für ein eineinhalb Jahre altes Kind ein Angebot suchen, Früherziehung oder Grundausbildung (vier bis sechs Jahre) möchten, über eine Instrumentalausbildung nachdenken oder selbst den Neu- oder Wiedereinstieg in das Musizieren erwägen, beim Infotag der Bruno-Frey-Musikschule fanden sie das Richtige. Das Heinz-H.-Engler-Forum glich am Samstagmittag drei Stunden lang einem musikalischen Tollhaus. Aus allen Räumen waren schräge Töne zu hören. Bevor das Ausprobieren an den einzelnen Stationen gefragt war, lauschten die Besucher zu Beginn den Klängen des Jugendvororchesters mit Manuel Zieher und dem Jugendsinfonieorchester, unter der Leitung von Günther Luderer. „Spitzt die Ohren und schließt den Mund“, mahnte Luderer die Zuhörer, bevor er die ersten Takte dirigierte.

Ab eineinhalb Jahren geht’s los

Bei Angelika Glöggler und ihrem Team sind die Kleinsten gut aufgehoben. Die Musikwiese eins richte sich an eineinhalb bis dreijährige Kinder, war von Glöggler zu erfahren. „Eine Fortsetzung ist dann die Musikwiese zwei für die Drei- bis Vierjährigen, mit Vertiefung der Inhalte.“ Danach komme die musikalische Früherziehung. Diese lege einen wichtigen Grundstein für einen weiterführenden Unterricht, sagte Angelika Glöggler.

Im Geigenraum bei Günther Luderer durften die Kinder selbst auf Kindergeigen streichen und er begleitete sie am Klavier.

„Ich spiele mal Horn“, ist sich der achtjährige Luca sicher, als er das Hornzimmer betritt und seine Mutter lächelnd danebensteht. Im Raum nebenan erklärte Alan Vukic die Handhabung der Gitarre. Die Schnupperphase sei wichtig und richtig, sagt er. „Irgendwann sollte man aber konkret werden.“ Wenn man lange Zeit vieles ausprobiere und sich nicht entscheiden könne, „das ist sehr oberflächlich“. Dies treffe auch auf andere Hobbys zu und sei für die Kinder nicht zielführend.

„Die Angebote finde ich toll“, vor allem das musikalische Bildungsangebot für Erwachsene, bekannte eine Mutter, die zugezogen ist. Damit die Kinder früher anfangen können, habe die Musikschule ein Fagottino (Kinderfagott) gekauft, verriet Fagottlehrerin Gabi Fritzenschaft.

Der Schlagzeugbereich richte sich an Kinder ab acht Jahre, erklärte Schlagzeuglehrer Rico Marquart, „früher macht es fast keinen Sinn“.

Acht Jahre sei ein gutes Alter für den Einstieg, wusste Klarinettist Charly Petermann. „Es gibt aber auch Fünfjährige, die mit einer Kinderklarinette beginnen.“

„Die Freude der Kinder an der Musik ist ungebrochen“, lobte Musikschulleiter Andreas Winter die gute Resonanz des Infotags. Und: Die Eltern kümmerten sich darum, „welches Instrument für ihr Kind geeignet ist“.

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