Kellerkinder vor schweren Aufgaben

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 Schwere Aufgaben: Schlusslicht Achstetten (hinten Timo Ludwig) empfängt Spitzenreiter Mietingen, der TSV Ummendorf (vorn Andrea
Schwere Aufgaben: Schlusslicht Achstetten (hinten Timo Ludwig) empfängt Spitzenreiter Mietingen, der TSV Ummendorf (vorn Andreas Bärsauter) gastiert in Sulmetingen. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Am 23. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Riß stehen die unmittelbar abstiegsgefährdeten Teams durchweg vor schweren Aufgaben. Schlusslicht Achstetten empfängt Spitzenreiter Mietingen, der TSV Ummendorf gastiert in Sulmetingen. Der SV Reinstetten empfängt mit dem SV Dettingen die Mannschaft der Stunde. Im Stadtderby hat Olympia Laupheim II den Tabellenzweiten Baustetten zu Gast. Anstoßzeit ist bei allen Partien am Sonntag, 14. April, um 15 Uhr.

Der Blick auf die Tabelle verheißt beim ersten Anschein nichts Gutes. Seit dem 1:5 in Dettingen ziert die TSG Achstetten erstmals in dieser Saison das Tabellenende, in dieser misslichen Situation taucht ausgerechnet jetzt Tabellenführer SV Mietingen im Sumpfbiberstadion auf. Beim 3:7 in der Vorrunde lieferte die TSG aber lange einen offenen Schlagabtausch. Die Gäste reisen mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch an, für das Auslassen bester Torchancen erhielt man am vergangenen Spieltag spät die Quittung. Spekulationen über eine eventuelle Schwächephase will man schnell den Riegel vorschieben, der Spitzenreiter ist beim Letzten naturgemäß klarer Favorit.

Nur ein magerer Punkt

An die Vorrundenpartie hat der SV Reinstetten sehr angenehme Erinnerungen. Beim SV Dettingen landete der SVR Ende September seinen ersten Saisonsieg, positiver Natur waren durchweg auch die letzten Auswärtsauftritte des SVR. Im heimischen Waldstadion dagegen blieb für den Drittletzten nur ein magerer Punkt liegen. Der Gast holte aus seinen drei bisher gespielten Partien neun Punkte bei 12:3 Toren, besser geht es eigentlich kaum. Zum Abschluss der englischen Woche, am Donnerstag war der SVD im Pokal unterwegs, soll nun der vierte Dreier in Folge her. Angesichts der eigenen guten Verfassung ist der Betz-Elf das zuzutrauen.

Die zweiwöchige Spielpause ist dem SV Sulmetingen zuletzt offensichtlich nicht gut bekommen, beim vorsonntäglichen 0:4 wurde man aber unter Wert geschlagen. Noch hat der SVS alle Optionen auf einen Spitzenplatz, einen weiteren Punktverlust kann man sich gegen den TSV Ummendorf im Hinblick auf die dann schweren Partien kaum leisten. Gästecoach Franz Leicht musste in den letzten Partien personell bedingt wieder improvisieren, zuletzt musste er seine Abwehrkette umbauen. In den restlichen Partien trifft der TSV nur noch auf Teams aus der ersten Tabellenhälfte, trotzdem sieht man noch Chancen auf den Klassenerhalt.

Der glatte 5:0-Auswärtserfolg des TSV Kirchberg war der erste größere Schritt in Richtung Klassenerhalt, am rettenden Ufer ist der Tabellenzwölfte jedoch noch nicht. In allen drei Partien nach der Winterpause bot der TSV aber spielerisch und kämpferisch gute Vorstellungen, deshalb scheint auch gegen die SF Schwendi eine Aufstockung des Punktekontos möglich. Auch die Gäste brauchen, wenn man wirklich noch nach den Topplätzen greifen will, den Dreier. Dann wäre die Ausgangsposition für die darauffolgenden Duelle gegen die Mitkonkurrenz nicht die schlechteste. Das dritte Spiel binnen einer Woche darf dabei keine Rolle spielen.

Das Auftaktprogramm des SV Eberhardzell war ausgesprochen schwer, in der zweiwöchigen Spielpause konnte man von zwei Niederlagen etwas Abstand gewinnen. Der SVE ist nicht aller Sorgen entledigt, gegen den direkten Tabellennachbarn SV Baltringen sollte man aber über 90 Minuten hinweg konzentriert sein. Die Gäste punkteten auswärts zwei Mal in der Nachspielzeit gegen Teams aus dem ersten Drittel, das ist nicht nur Glück, sondern auch ein Stück Qualität. In der Vorrunde siegte der SVB durch ein frühes Tor mit 1:0, der Zehnte will die seit sechs Spieltagen andauernde Sieglosserie endlich beenden.

Einer der Höhepunkte der Vorrunde war für den FV Olympia Laupheim II der glatte 3:0-Auswärtssieg im Stadtderby beim SV Baustetten. Seit diesem achten Spieltag konnten die Laupheimer aber nur drei weitere Erfolge hinzufügen. Gelingt nun wieder ein Sieg, wäre der „Spitzenreiter“ der unteren Tabellenhälfte die meisten Sorgen los. Der SVB kam ausgerechnet im Vorrundenduell und auch am letzten Spieltag nicht an sein wahres Leistungsvermögen heran. Der Aufsteiger würde gerne den zweiten Tabellenplatz zumindest bis zum Karsamstag verteidigen, dies ist aber nur möglich mit dem zwölften Saisonsieg.

Eigene Dynamik

Spiele zwischen dem SV Steinhausen und dem VfB Gutenzell haben ihre eigene Dynamik und auch eigene Geschichte. Unvergessen in beiden Lagern ist das 5:5 vor knapp zwei Jahren, die letzten drei Duelle entschied aber alle der SVS für sich. Hält diese Serie, wären die Gäste punktemäßig überrundet. Der VfB gehört einem Kreis von vier Mannschaften an, die nach der Winterpause noch ungeschlagen sind. Die Riedmüller-Truppe will nun zunächst die schwarze Serie gegen die Gastgeber beenden und hat dann über die Osterfeiertage gleich zwei Mal Heimrecht. Ein Favorit ist in dieser Partie nicht auszumachen.

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