Kein einfaches Projekt: BMX-Initiative Biberach eröffnet neue Strecke

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BMX-Fahrer testen den neuen Pumptrack. Die asphaltierte Strecke kann künftig bei jedem Wetter genutzt werden.
BMX-Fahrer testen den neuen Pumptrack. Die asphaltierte Strecke kann künftig bei jedem Wetter genutzt werden. (Foto: Fotos: Luca mader)
Luca Mader

Die Einweihung des neuen Pumptracks der BMX-Initiative Biberach hat trotz hoher Temperaturen viele Fahrradbegeisterte am Samstag in die Leipzigstraße gelockt. Auf dem schon seit 1997 existierenden Gelände versammeln sich regelmäßig Vereinsmitglieder, um über die aufgeschütteten Hügel zu rasen und dabei spektakuläre Kunststücke zu üben. Nun wurde der Pumptrack, also die neue Strecke, nach langer Planung und einer aufwendigen Bauphase asphaltiert und eingeweiht. Die Gesamtkosten liegen bei 127000 Euro.

„Der Weg war holprig und steinig“, resümierte der Vereinsvorsitzende Jürgen Heller bei seiner Eröffnungsrede. Auf eine langwierige Planungsphase von ungefähr 18 Monaten folgte eine intensive Bauphase von sechs Wochen. Gefördert wurde das Projekt von der Stadt Biberach und dem württembergischen Landessportbund.

Nachdem das mit der Förderung klar war, ging’s ans Eingemachte.

Jürgen Heller

Hinzu kamen viele Sponsoren, die den Bau ebenfalls finanziell unterstützt haben. Durch den Ausbau des Geländes ist die Strecke für die BMX-Fahrer künftig auch bei Regen und Matsch befahrbar. Das war einer der wichtigsten Gründe für den Ausbau.

„Nachdem das mit der Förderung klar war, ging’s ans Eingemachte“ sagte Heller und verwies dabei auf die hohe Eigenbeteiligung der Vereinsmitglieder am Bau. Maßgeblich am Projekt beteiligt war die Schweizer Firma „Velosolutions“, die sich auf den Bau von Pumptracks spezialisiert hat und der Kies und Sand- Vertrieb Biberach (KSV), nach dem die Strecke auch benannt wurde. Trotzdem verlief der Bau nicht immer völlig reibungslos. So machte der Untergrund, der stellenweise zu weich war, öfters Probleme.

Die Strecke ist so gebaut, dass die BMX-Fahrer nicht in die Pedale treten müssen, sondern sich durch Ausnutzen des Schwungs, den sie auf den Hügeln aufnehmen, fortbewegen. Daher auch der Name Pumptrack.

Wir überlegen jetzt, ob wir einen KSV-Cup ins Leben rufen.

Jürgen Heller

So eine asphaltierte Strecke sei laut Verein in Süddeutschland einzigartig. Außer vieler Hügel und Steilkurven hat das Gelände außerdem einige Flutlichter zu bieten. „Das ist nun die letzte Perle im Perlenband“, sagte Biberachs Oberbürgermeister Norbert Zeidler und stellte die Strecke so in eine Reihe mit den anderen zahlreichen Sportstätten in Biberach.

Bei der Eröffnung freuen sich (von links): Oberbürgermeister Norbert Zeidler, Vereinsvorsitzender Jürgen Heller und Markus Holde
Bei der Eröffnung freuen sich (von links): Oberbürgermeister Norbert Zeidler, Vereinsvorsitzender Jürgen Heller und Markus Holder vom KSV. (Foto: Luca Mader)

Mit dem neuen Pumptrack hatte sich die BMX-Initiative Biberach bereits für das „Red Bull WM-Qualifying“ beworben, verlor die Ausscheidung aber gegen Füssen. „Wir überlegen jetzt, ob wir einen KSV-Cup ins Leben rufen“, so Heller über die weiteren Pläne des Vereins.

Strecke wird sofort getestet

In seiner Rede lies es sich der Vorsitzende nicht nehmen, sich ausgiebig bei allen Beteiligten des Projekts zu bedanken. „Wir hatten hier einen Super-Sponsorenpartner mit KSV, die gleich signalisiert haben, dass sie richtig Bock auf das Projekt haben“, lobte Heller.

Nachdem die Strecke offiziell eröffnet wurde, strömten sogleich zahlreiche Vereinsmitglieder mit ihren Rädern auf den Track und testeten diesen auf Herz und Nieren. Bei den darauffolgenden Testfahrten demonstrierten zwei erfahrene Mitglieder, was auf der Strecke alles möglich ist und begeisterten das Publikum.

Bisher war der Track für Nicht-Vereinsmitglieder aus versicherungstechnischen Gründen noch gesperrt, doch das soll sich bald ändern. „Die Tüv-Abnahme verlief ohne Beanstandungen, jetzt planen wir die Strecke sonntags gegen einen kleinen Eintritt für alle zu öffnen“, so Heller.

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