Katholische Kirche braucht in Biberach mehr Platz

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Wo heute an der Waldseer Straße noch die Fahnenfabrik Neff steht, soll in den nächsten Jahren ein neues Verwaltungsgebäude der k
Wo heute an der Waldseer Straße noch die Fahnenfabrik Neff steht, soll in den nächsten Jahren ein neues Verwaltungsgebäude der katholischen Kirche gebaut werden. (Foto: Gerd Mägerle)
Redaktionsleiter

Das Alfons-Auer-Haus in der Biberacher Kolpingstraße, in dem verschiedene Dienste und die Verwaltung des katholischen Dekanats Biberach untergebracht sind, platzt aus allen Nähten. Abhilfe soll in den nächsten Jahren ein Neubau schaffen, der auf dem Gelände der heutigen Fahnenfabrik Neff, direkt neben dem evangelischen Martin-Luther-Gemeindehaus an der Waldseer Straße errichtet wird.

Eigentümerin des Grundstücks, auf dem die Fahnenfabrik steht – so war es im Gestaltungsbeirat der Stadt vorige Woche zu hören – ist die katholische Kirche. Als Bauherrin des neuen Gebäudes, das von Kirchenseite intern als „Alfons-Auer-Haus 2“ betitelt wird, ist die Caritas. Sie ist mit ihren Dienst an derzeit auf mehrere Standorten im Stadtgebiet verteilt. Das neue Gebäude soll vor allem dazu dienen, die Caritas an einem Standort unterzubringen. Die Fahnenfabrik Neff werde sich dann an einen anderen Standort verlagern, heißt es von der Geschäftsführung.

Geplant laut Architekt Rolf-Bernd Gurland ist ein dreistöckiges Gebäude mit Tiefgarage und einem Walmdach, das oben abgeflacht ist. Das neue Gebäude soll mit seiner Kante ähnlich nah an der Waldseer Straße stehen wie die Fahnenfabrik, damit zum Martin-Luther-Gemeindehaus hin eine Hofsituation entsteht. Der Eingang zum „Alfons-Auer-Haus 2“ soll von diesem Hof aus erfolgen. Weil auch die evangelische Kirche im Umfeld des Martin-Luther-Gemeindehauses eine Erweiterung plant, könnte dort mittelfristig eine Art „Campus der beiden Konfessionen“ entstehen, so der Architekt. Die evangelische Kirche stehe den Planungen positiv gegenüber. Zum bisherigen Alfons-Auer-Haus in der Kolpingstraße gibt es eine Fußwegverbindung über den Hof, der hinter den beiden Gebäuden liegt. Auch dieser Hof soll von der Gestaltung her aufgewertet werden.

Positive Bewertung

Der Gestaltungsbeirat der Stadt, ein Gremium aus vier externen Architekten und Stadtplanern, empfahl, die Zufahrt zur Tiefgarage, die von der Waldseer Straße aus erfolgen wird, bereits im Bereich des Hofs in der Erde verschwinden zu lassen, damit die Hofsituation nicht durch den Betondeckel der Zufahrt beeinträchtigt wird. Insgesamt wurde der erste Architektenentwurf für das neue Gebäude aber als positiv beurteilt. Das Projekt wird in seiner weiteren Planung nochmals im Gestaltungsbeirat behandelt werden.

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