Künstlerin zeigt „Starke Frauen“

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 Die Ausstellung „Starke Frauen“ im Foyer des Landratsamt ist nun eröffnet.
Die Ausstellung „Starke Frauen“ im Foyer des Landratsamt ist nun eröffnet. (Foto: Aylin Duran)
Aylin Duran

Rund um den Internationalen Frauentag, der am 8. März gefeiert wurde, hat die Biberacher Agendagruppe „Geschlechter gerecht“ ein umfangreiches Programm erarbeitet. Ein wichtiger Baustein ist die Ausstellung „Starke Frauen“, die aktuell im Foyer des Landratsamts in Biberach zu sehen ist.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Sigrid Arnold, eröffnete die Kunstausstellung. Andrea Sülzle und Petra Jung vom Frauenforum Biberach kamen bei dieser Veranstaltung ebenfalls zu Wort. Abgerundet wurde das Programm durch die gesanglichen Darbietungen des Rißegger Frauenchors FiS.

Damit hatten die Organisatoren nicht gerechnet: Mehr als 150 Frauen und Männer fanden sich am Freitagabend im Landratsamt ein, um den Frauentag gebührend zu feiern. Das Motto des Aktionstages lautete in diesem Jahr „Starke Frauen“.

Ihren Businessplan hat die Künstlerin Lisa Kölbl-Thiele über den Haufen geworfen, die Lehrertätigkeit hat sie aufgegeben. Mittlerweile arbeitet Kölbl-Thiele bereits seit mehr als 20 Jahren als freischaffende Künstlerin. Was bedeutet es, eine lebensfrohe Frau zu sein? Was zeichnet starke Frauen aus, und wie sehen sie überhaupt aus? Diese Fragen hat sich die Lindauer Künstlerin Lisa Kölbl-Thiele gestellt und ihre Antworten auf Aquarelle, Ölbilder und Zeichnungen gebannt. Auf ihren Bildern hat sie lebensfrohe, energiegeladene und fröhliche Frauen abgebildet. „Ich weiß aber, dass das Leben auch bitter sein kann“, sagte Kölbl-Thiele.

Wenn die Künstlerin ihre Bilder beschreibt, sagt sie: „Das sind ganz normale Frauen, die es sich gut gehen lassen.“ Das sieht man sofort – und das, obwohl sie am Anfang ihres Projekts düstere Märchenfiguren skizzierte. Inspiriert wurde sie durch Erzählungen, eigene Fantasien oder Dinge, die sie selbst gesehen oder in der Vergangenheit erlebt hat.

Der Auftritt des Rißegger Frauenchors brachte ihr am Freitag dann direkt neue Inspiration: „Wenn ich jetzt nicht hier wäre, dann würde ich diesen Chor malen.“

Zum 108. Mal wurde der Internationale Frauentag in diesem Jahr gefeiert. „Eine Frau wird durch die Politik verändert. Viele Frauen verändern die Politik“, sagte Andrea Sülzle bei ihrer letzten Rede als Sprecherin des Frauenforums. Und so sei es auch bei ihr gewesen: Ihr Engagement habe sie verändert, sie konnte viel lernen und sich weiterbilden. Zehn Jahre lang war Sülzle im Frauenforum aktiv. Obwohl sie ihren Posten als Sprecherin nun an Petra Jung abgibt (SZ berichtete), werden sich gewisse Dinge für sie niemals ändern. Für ein friedliches Miteinander und Gerechtigkeit lohne es sich immer, aufzustehen und zu kämpfen.

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