Jungstörche auf dem Spitaldach werden beringt

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Ute Reinhard, die Storchenbeauftragte des Regierungspräsidiums Tübingen, beringt die beiden Jungstörche auf dem Biberacher Spit
Ute Reinhard, die Storchenbeauftragte des Regierungspräsidiums Tübingen, beringt die beiden Jungstörche auf dem Biberacher Spitaldach. (Foto: Martin Rösler)
Schwäbische Zeitung

Sechs Jahre lang haben die Biberacher gehofft und gebangt, dass endlich einmal eine Storchenbrut das nasse Frühjahr überlebt. Jetzt konnte die Storchenbeauftragte Ute Reinhard zum ersten Mal wieder in Biberach Jungstörche beringen.

Seit der letzten Beringungsaktion im Jahre 2011 war immer etwas schief gegangen mit dem Storchennachwuchs auf dem Spitaldach. Jetzt konnte Ute Reinhard, die Storchenbeauftragte des Regierungspräsidiums Tübingen, mithilfe der Biberacher Feuerwehr zum Nest vordringen und die beiden Jungstörche mit einem Ring versehen. „Auf diese Weise können wir auch aus größerer Entfernung mithilfe eines Fernrohrs die Störche identifizieren und ihren weiteren Lebensweg verfolgen“, erklärte Reinhard. Martin Rösler vom Nabu Biberach, der die Störche das Jahr über beobachtet, freut sich über die Webcam, die die Stadt auf dem Kirchturm eingerichtet hat. „In den ersten Jahren musste ich immer mit dem Fernrohr über viele Treppenstufen auf den Kirchturm klettern, um von dort oben das Geschehen im Nest verfolgen zu können“, erklärt Rösler. „Heute liefert die Webcam für alle Interessierten Informationen über die Ereignisse im Storchennest: Eiablage, Schlüpfen der Jungen, Fütterung, sogar die Beringungsaktion konnte man live im Internet verfolgen.“ Die beiden Jungen wurden gewogen und mit 3550 und 3100 Gramm für gut überlebensfähig befunden. Nun sind alle gespannt, ob es in Zukunft auch von diesen Jungstörchen Rückmeldung geben wird. Aktuelle Informationen veröffentlicht der Nabu auf seiner Homepage.

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