Integrationsarbeit wird vielschichtiger und differenzierter

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 Lucia Braß (v. l.), Julia Blessing und Elisa Sachs verfolgen den Vortrag des Leiters des Amts für Flüchtlinge und Integration,
Lucia Braß (v. l.), Julia Blessing und Elisa Sachs verfolgen den Vortrag des Leiters des Amts für Flüchtlinge und Integration, Jürgen Kraft. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Mit mehr als 100 Teilnehmern aus allen Bereichen der haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlings- und Integrationsarbeit, davon auch einige die von weit über die Landkreisgrenzen hinaus angereist waren, war der diesjährige Fachtag der Ökumenischen Flüchtlingsarbeit von Caritas und Diakonie (ÖFA), in Kooperation mit dem Amt für Flüchtlinge und Integration des Landratsamtes Biberach wieder ein voller Erfolg.

Der Fachtag im Landratsamt bot Vorträge im Plenum, Workshops in Kleingruppen, einen Markt der (Integrations)-Möglichkeiten sowie Zeit zum Austausch. Julia Blessing und Elisa Sachs, ÖFA-Mitarbeiterinnen der Diakonie, stellten den Programmablauf vor, der mit einem Grußwort des Leiters des Amts für Flüchtlinge und Integration, Jürgen Kraft, begann. Anhand präziser Zahlen und Daten zeigte er den guten Integrationsverlauf von Zuwanderern aus einem Monat des Jahres 2016 auf, und betonte, dass dies ohne die gute Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt niemals so gelungen wäre. In ihrem Fachvortrag zu aktuellen Neuerungen im Asylrecht durchleuchtete die Leiterin des Caritas-Migrationsdiensts, Lucia Braß, die immer komplexer und unübersichtlicher werdenden Bestimmungen unter anderem am Beispiel von verschiedenen Formen der Duldung.

In Kleingruppen wurden danach sechs verschiedene Workshops angeboten, darunter praxisnahe Themen wie „Heirat – Geburt – Einbürgerung“, ein Überblick über die neue Gesetzgebung zu Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung sowie Informationen über die Möglichkeiten der freiwilligen Ausreise. Aber auch über neue Angebotsinhalte speziell für geflüchtete Männer wurde in einem Workshop nachgedacht.

Der Tag fand seinen inhaltlichen Ausklang mit einem Markt der (Integrations)-Möglichkeiten, diesmal mit Info-Ständen von 13 Akteuren aus der regionalen Integrationsarbeit. Wie in allen inhaltlichen Diskussionen fand auch hier ein interessierter Austausch auf Augenhöhe zwischen den haupt- und ehrenamtlich engagierten Fachtagsbesuchern statt.

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