Im Wald sollten Fußgänger vorsichtig sein

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Einen verschneiten Wald empfinden viele Menschen als romantisch. Doch der Schnee bringt auch so manche negative Begleiterscheinu
Einen verschneiten Wald empfinden viele Menschen als romantisch. Doch der Schnee bringt auch so manche negative Begleiterscheinung mit sich. (Foto: dpa)

Verschneite Bäume und knirschender Schnee: Einige Naturliebhaber dürfte es am Wochenende nach draußen ziehen. Wer einen Spaziergang durch die Wälder der Region plant, sollte allerdings Vorsicht walten lassen. Denn der Schneefall in den vergangenen Tagen kann so manche negative Begleiterscheinung mit sich bringen.

„Grundsätzlich kann man den Wald betreten“, sagt der Forstrevierleiter der Stadt Biberach, Gunnar Doerry. „Waldbesucher sollten aber in jedem Fall auf den Wegen bleiben.“ Zwar habe er bei einem seiner Rundgänge festgestellt, dass zwei, drei Bäume umgefallen seien. Jedoch stelle sich die Lage aus seiner Sicht nicht allzu dramatisch dar. Denn vom Himmel fiel Pulverschnee, der deutlich leichter als nasser Schnee ist und demnach die Bäume weniger stark belastet.

Nadelbäume eher betroffen

Auch das Kreisforstamt hält die Gefahren durch Schneebruch beim Betreten des Walds im Vergleich zu anderen Landesteilen für den Landkreis Biberach noch für relativ gering, wie der Sprecher des Landratsamts, Bernd Schwarzendorfer, mitteilt. Grundsätzlich sei bei dieser Witterung die Gefahr von Schneebruch erhöht: „Vorsorglich rät das Kreisforstamt jedoch davon ab, die Wälder bei dieser Witterung zu betreten.“

Wer trotzdem in den Wald geht, sollten wachsam sein. Ein Schneebruch lässt sich nämlich nie vollkommen ausschließen. „Nadelbäume sind eher davon betroffen als Laubbäume“, erläutert Doerry. Hintergrund ist, dass die Laubbäume in den Wintermonaten keine Blätter tragen. Die Oberfläche, auf der Schnee potenziell liegen bleiben könnte, ist also geringer als bei Nadelbäumen.

Auch auf glatte Stellen achten

Acht geben sollten die Waldbesucher aber nicht nur auf herabfallende Äste, sondern auch auf glatte Stellen. Denn im Fall eines schweren Sturzes gestaltet sich die Anfahrt eines Rettungswagens aufgrund der verschneiten Wege als kompliziert.

Nach dem trockenen Sommer ist der Schnee für den Wald geradezu eine Wohltat. „Jetzt kommt es darauf an, dass der Niederschlag auch in den Boden einsickern kann“, erläutert der Forstrevierleiter. Damit das gelingt, sollte sich möglich keine dicke Eisschicht auf dem Waldboden bilden.

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