Im Turn-Dschungel toben sich pro Tag 400 Kinder aus

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Aylin Duran

Zu Beginn der Faschingsferien haben Carmen Schilling und Lucia Authaler die Sporthalle der Mali-Schule in ein Kletterparadies verwandelt. Drei Tage lang können sich Kinder im Alter von drei bis acht Jahren in der Turnhalle sportlich betätigen. Für diejenigen, die in der Halle fröhlich toben, klettern oder auf der Bodenmatte turnen, vergeht die Zeit wie im Flug.

Jahr für Jahr sorgen sie dafür, dass sich Kinder in den Faschingsferien nicht langweilen müssen: Carmen Schilling und Lucia Authaler, die Organisatoren der TG-Biberach. Bereits seit elf Jahren gibt es ihr Ferienangebot für kleine Energiebündel. Der Turn-Dschungel erfreut sich großer Beliebtheit: Pro Tag sind es etwa 400 Besucher, die sich in der Sporthalle auspowern.

Aufbau dauert drei Stunden

Immer wieder ist es ein Kraftakt, den Dschungel aus Seilen, großen und kleinen Kästen und Barren zu errichten. Mit dem Aufbau sind Schilling und Authaler in der Regel mehr als drei Stunden beschäftigt. Wenn die Geräte dann am richtigen Fleck stehen, die Abenteuerlandschaft eröffnet ist und die Kinder endlich die Halle stürmen, ist klar: Die Mühe hat sich gelohnt. Denn die Kinder lieben es, ihre überschüssige Energie loszuwerden, die Gerätelandschaft zu erkunden und mit Gleichaltrigen zu spielen.

Während das Angebot vormittags kostenlos von Kindertageseinrichtungen genutzt wird, kommen ab 14 Uhr Uhr Kinder im Grundschulalter zum Zug. Es sei stets eine Herausforderung, den Turn-Dschungel so zu errichten, dass alle Kinder ihren Spaß haben, sagt Lucia Authaler.

Kindergartenkinder sollen sich einerseits nicht überschätzen und verletzen, bei Besuchern im Grundschulalter darf andererseits keine Langeweile aufkommen. Carmen Schilling weiß: Wer hoch hinaus will, riskiert manchmal ein aufgeschlagenes Knie. Schlimme Verletzungen gab es bisher glücklicherweise nicht.

„Es ist wichtig, dass Kinder sich bewegen“, sagt Schilling. Ob das Ferienangebot weiterhin bestehen kann, wenn die Mali-Halle in naher Zukunft abgerissen wird, ist allerdings noch unklar. Bisher haben die beiden Organisatorinnen noch keine Halle gefunden, in die sie im kommenden Jahr ausweichen könnten. Eines ist aber klar: Die Nachfrage besteht, und Carmen Schilling und Lucia Authaler wollen ihr Sportprojekt für Kinder nicht einfach im Sande verlaufen lassen.

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