Im Stream: So war das SZ-Wahlstudio mit der FDP

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Redaktionsleiter
Redakteurin und Videojournalistin

Ihre drei Sitze im Biberacher Gemeinderat zu halten – das ist das erklärte Ziel der FDP für die Kommunalwahl. „Wir sind eine Fraktion im Gemeinderat und wollen das gerne wieder sein“, sagte Christoph Funk im SZ-Wahlstudio. Mit „Listenneuling“ Hildegard Ostermeyer hat er sich eine halbe Stunde lang den Fragen von SZ-Redaktionsleiter Gerd Mägerle und den Zuschauern gestellt.

Wie die anderen Parteien sollten auch die Liberalen einen Gegenstand mitbringen, der sie in ihrer kommunalpolitischen Arbeit charakterisieren soll. Ostermeyer entschied sich für einen Meterstab und ein Fieberthermometer. Mit diesen beiden Hilfsmitteln soll es ihr möglich sein, kommunalpolitische Aufgaben mit Maß umzusetzen und frostige beziehungsweise hitzige Gespräche schnell und sensibel zu erkennen.

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Im Gemeinderat könne sie sich nun engagieren, weil ihr dies zeitlich besser möglich sei. „Im Sommer gehe ich den Ruhestand“, erläuterte die Schulleiterin der Matthias-Erzberger-Schule in Biberach. Seit 40 Jahren sei sie Lehrerin mit dem Fach „Gemeinschaftskunde“ und habe Schüler dazu animiert, sich einzubringen. „Mit der Folge, dass die Frage kam: ,Frau Ostermeyer Wo bringen Sie sich ein?’ Das musste ich immer verneinen“, schilderte Ostermeyer. Das wolle sie nun ändern.

 Im SZ-Wahlstudio sind Hilde Ostermeyer und Christoph Funk (beide FDP) ab 19 Uhr zu Gast.
Im SZ-Wahlstudio sind Hilde Ostermeyer und Christoph Funk (beide FDP) ab 19 Uhr zu Gast. (Foto: Daniel Häfele)

Parteikollege Funk brachte als Gegenstand ein mehr als 50 Jahre altes Fernglas mit, das er von seinem Großvater als Erinnerung an seine Großmutter erhielt. Dieses symbolisiere das Vorausblicken eines Stadtrats. „Fünf Jahre sind gar nichts“, sagte er. Der Investitionsplan bis 2023 sei beschlossen. Der künftige Rat arbeite daran, was danach umgesetzt werden kann.

Im Gespräch mit Gerd Mägerle sprachen die Vertreter beispielsweise über die Rolle der FDP im Rat, die Finanzlage der Stadt, die Bildungspolitik, warum die Stadt ein eigenes Jugendamt bekommen sollte und die Baupolitik. Auch die Umgestaltung des Bahnhof/ZOB-Areals war Thema. Gegen Ende zog Ostermeyer aus einer Box vier Zettel und las die einzelnen Aussagen vor. In der Box befanden sich mehrere Statements, die aus den Wahlprogrammen oder aus der politischen Diskussion stammen.

Aufstieg zur B30 soll gebaut werden

Der Aussage „Der Aufstieg zur B30 wird gebaut“ stimmte Funk klar zu. Bei dem Statement „Die Stadt erhält das Abseitz als Haus für Jugendgruppe und Verbände“ antwortete er dagegen offen: „Das kommt auf die Vorlage der Stadt an, ob sie das Haus sanieren wird oder nicht. “

Auf die Aussage „Der Gemeinderat diskutiert mehr Themen in öffentlicher Sitzung“ erläuterte er: „Wenn immer möglich, dann muss das gemacht werden. Der Bauausschuss macht das vorbildlich vor.“ Dem Statement „Die Stadt etabliert ein Pfandsystem für Kaffeebecher“ konnte er nichts abgewinnen, weil er hierbei den Einzelhandel oder die Gastronomie in der Verantwortung sehe.

Fragen der Zuschauer und der Leser bezogen sich unter anderem auf den Zaun auf dem Gigelberg, der Steinewerfer zurückhalten soll. Die FDP habe der Videoüberwachung an der Stadthalle und dem Zurücksetzten des Zauns zugestimmt. Es könne aber kein Dauerzustand sein, das Fehlverhalten sei, in den Griff zu bekommen, so Funk.

Ein klares „Nein“ gab es zum autofreien Marktplatz. Ein Zuschauer monierte eine zunehmende Vermüllung. Ostermeyer äußert hierbei den Wunsch, dass die „Fridays for Future“-Bewegung in Aktionen mit den Schulen umgewandelt werden, um für Sauberkeit zu sorgen.

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