Im Stream: So war das erste Wahlstudio zur Kommunalwahl in Biberach

Lesedauer: 5 Min
Redaktionsleiter
Redakteurin und Videojournalistin

Mit den Freien Wählern ist das SZ-Wahlstudio am Mittwochabend in seine erste Folge gestartet. Redaktionsleiter Gerd Mägerle sprach live mit dem „Listenneuling“ Karin Lutz und Stadträtin Steffi Etzinger über die Ziele der Freien Wähler. Am Ende der Sendung gaben sie einen Tipp ab, wie viele Sitze die Fraktion bei der Wahl holt. 

Die beiden Frauen sollten zu dem 30-minütigen Talk einen Gegenstand mitbringen, der sie in persönlicher und in kommunalpolitischer Hinsicht charakterisieren sollte. Lutz entschied sich für eine Schraube mit Mutter. Dies sei ein Symbol dafür, wie Familien sowie Jung und Alt zusammenarbeiten müssten: „Nur wenn die Kombination stimmt, kann es funktioniert.“

Steffi Etzinger (links) und Karin Lutz hat im SZ-Wahlstudio mit Redaktionsleiter Gerd Mägerle den Anfang gemacht.
Steffi Etzinger (links) und Karin Lutz hat im SZ-Wahlstudio mit Redaktionsleiter Gerd Mägerle den Anfang gemacht. (Foto: Daniel Häfele)

Etzinger wählte einen Karabiner mit Seil. „In diesem Ehrenamt hat man das Gefühl, manchmal über sich hinauswachsen zu müssen“, erläuterte sie. Den ersten städtischen Haushalt lesen, die erste Haushaltsrede im Hospital halten – das sind Beispiele hierfür. Das Sicherungsseil stehe für die Fraktionskollegen, aber auch für die Anregungen der Bürger. „Und für die Finanzen der Stadt“, so Etzinger. Biberach gehe es gut und das soll auch so bleiben. 

Mehrere Themenfelder angesprochen

Das Gespräch in den Räumen der SZ Biberach drehte sich auch darum, was die Politik für jungen Menschen tun kann, einen Ausbau der Betreuungszeiten im Kindergarten, Sicherheit, Klimaschutz und Wohnen.

Gegen Ende sollte Lutz aus einer Box vier Zettel ziehen. In der Box befanden sich mehrere Statements, die aus den Wahlprogrammen oder aus der politischen Diskussion stammen. 

„Der Biberacher Marktplatz wird komplett autofrei“, las Lutz als erstes vor. „Nein, dem stimme ich nicht zu“, antwortete Etzinger. Die Innenstadt müsse für Autofahrer ein stückweit erreichbar bleiben.

 Karin Lutz (links) und Steffi Etzinger kandidieren bei den Freien Wählern für den Gemeinderat. Sie sind die ersten Gäste im SZ-
Karin Lutz (links) und Steffi Etzinger kandidieren bei den Freien Wählern für den Gemeinderat. Sie sind die ersten Gäste im SZ-Wahlstudio. (Foto: Daniel Häfele)

Bei den Aussagen „Die Stadt baut weiter in Eigenregie Sozialwohnungen“ und „Die Stadt unterstützt den Erhalt des lokalen Einzelhandels durch personelle und finanzielle Maßnahmen noch stärker“ gab es eine klare Zustimmung.

Weniger deutlich wurde sie bei dem Statement „Die Stadt vergünstigt ihre Kulturangebote und macht das Museum am Samstag kostenfrei“. „Jaein. Hierzu habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, räumte Etzinger ein und verwies auf existierende Rabatte.

Fragen der Leser beantwortet

Leser hatten auch die Chance, Fragen einzusenden, die im Stream beantwortet wurden. Ein Bürger wollte wissen, ob die Räte das Handeln der Verwaltung stark genug hinterfragten. „Der Gemeinderat hinterfragt die Vorlagen definitiv kritisch“, sagte Etzinger.

Ein anderer forderte: Es müsse mehr gegen „Rambo-Radler“ unternommen werden. Etzinger verwies auf die Bemühungen der Polizei und des Ordnungsamts. Sollte es Schwerpunkte geben, müssten dort Kontrollen stattfinden.

Darüber hinaus gaben die Gäste einen Wahltipp ab. „Wir hätten in jedem Fall gerne mindestens die sechs Sitze, die wir bereits haben“, sagte Etzinger und äußerte den Wunsch, diese halten zu können, obwohl beliebte Räte aufhörten.

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