Im Stream: So lief das SZ-Wahlstudio mit den Grünen

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 Der Grünen-Stadtrat Peter Schmid (links) und „Listenneuling“ Samara Adelgoss haben im SZ-Wahlstudio mit Gerd Mägerle Stellung z
Der Grünen-Stadtrat Peter Schmid (links) und „Listenneuling“ Samara Adelgoss haben im SZ-Wahlstudio mit Gerd Mägerle Stellung zu kommunalpolitischen Themen bezogen. (Foto: Daniel Häfele)
Redaktionsleiter
Redakteurin und Videojournalistin

Streuobstwiesen, autofreier Marktplatz und Industriegebiete: In Folge zwei des SZ-Wahlstudios zur Kommunalwahl sind die Grünen-Kandidaten, Peter Schmid und Samara Adelgoss, zu Gast gewesen. Eine halbe Stunde lang sprachen sie mit Redaktionsleiter Gerd Mägerle über ihre Ziele. Nach einem Wahltipp gefragt, entgegnete Schmid: Er wäre mit acht Sitzen „sehr zufrieden“. Fünf Sitze hat die Fraktion bisher.

Gerd Mägerle wollte in dem Talkformat von Schmid mehr über dessen Rolle als Fraktionsvorsitzender erfahren, die er nach dem Tod von Johann Späh im Herbst 2015 übernahm. „Für mich war das sehr überraschend, auf einmal Fraktionsvorsitzender zu werden“, sagte Schmid rückblickend. Er habe mehr Aufgaben delegiert und die Grünen-Räte besetzten nun verschiedene Schwerpunktthemen. Er fühle sich in der Rolle des Fraktionsvorsitzenden wohl, müsse aber auch dafür kämpfen, dass ökologische Themen im Rat Gehör finden.

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Ins Studio mitgebracht hatten die Kandidaten ein Körbchen mit Äpfeln, welches sie in politischer und persönlicher Hinsicht charakterisieren sollte. „Für uns ist das ein Symbol der Natur“, sagte Schmid und übergab das Wort an seine Kollegin. Bei der Ausbildung zur Fachwartin im Obstbaumschnitt entdecke sie ihre Liebe zu den Streuobstwiesen, erzählte Adelgoss. Darüber sollten ihre Bienen weiter genügend Nektar finden.

Das Gespräch drehte sich unter anderem um den B30-Aufstieg, das Bienensterben, die von den Grünen angestrebte Gesamtkonzeption zum Fahrradverkehr, das interkommunale Industriegebiet Rißtal oder Betreuungsangebote für Kinder und Jugendlichen. Aldelgoss zog gegen Ende aus einer Box vier Zettel und las die einzelnen Aussagen vor. In der Box befanden sich mehrere Statements, die aus den Wahlprogrammen oder aus der politischen Diskussion stammen. 

Gespalten bei Eislaufbahn

„Die Stadt stellt im Winter eine Eislaufbahn auf“, lautete das erste Statement. „Da bin ich gespalten“, sagte Schmid. Einerseits sei ein Angebot für die Jugendlichen wichtig, andererseits verursache dies hohe Kosten und sei ökologisch schwierig.

Lieber solle man auf dem Mettenberger Weiher Schlittschuh laufen, empfahl Adelgoss und las das nächste Statement vor: „Die Stadt baut eine neue Grundschule im Wohngebiet Talfeld.“ Schmid tendierte zum Ausbau der Birkendorf-Grundschule, weil er dort einen Zuwachs an jungen Familien sieht.

 Peter Schmid und Samara Adelgoss sind im SZ-Wahlstudio ab 19 Uhr zu Gast.
Peter Schmid und Samara Adelgoss sind im SZ-Wahlstudio ab 19 Uhr zu Gast. (Foto: Daniel Häfele)

„Neben dem IGI Rißtal erschließt die Stadt zusammen mit Nachbargemeinden weitere Gewerbeflächen“ („Hierbei sind wir vorerst kritisch dagegen.“) und „Die Stadt wandelt bestimmte Straßen zu reinen Fahrradstraßen um“ („Ein eindeutiges Ja.“) rundeten den Programmpunkt ab.

Zuschauerfragen beantwortet

Ein Zuschauer wollte wissen, wie sich die Grünen in Sachen autofreier Marktplatz positionieren. „Wir sind klar dafür, nach dem Motto: Marktplatz kein Parkplatz‘“, sagte Schmid. Ein anderer User hakte beim Thema „preisgünstiges Bauen“ im Jerseyweg nach. Er wollte erfahren, wie die Familien zufriedengestellt werden können. Biberach, sprich die Bauverwaltung, habe einen „immensen Imageverlust“ erlitten, sagte Schmid.

Das Thema sollte schnell geregelt werden, auch mit einem finanziellen Ausgleich. Auch der aufgrund von Steinewerfern zurückgesetzte Zaun an der Schillerhöhe auf dem Gigelberg bewegte. „Mir wäre lieber gewesen, wir hätten den kommunalen Ordnungsdienst verstärkt“, sagt Schmid. Er zweifle, ob die Versetzung des Zauns seinen Zweck erfüllt.

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