Im Stream: Das war das SZ-Wahlstudio mit der Linken

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Warum ein Vergrößerungszahl ihn in seiner kommunalpolitischen Arbeit charakterisiert, hat Ralph Heidenreich (links) dem SZ-Redak
Warum ein Vergrößerungszahl ihn in seiner kommunalpolitischen Arbeit charakterisiert, hat Ralph Heidenreich (links) dem SZ-Redaktionsleiter Gerd Mägerle im Wahlstudio erläutert. (Foto: Daniel Häfele)
Redaktionsleiter
Redakteurin und Videojournalistin

„Mit so einem chaotischen Lebenslauf kann man nur für die Linke kandidieren“: In der dritten Folge des SZ-Wahlstudios ist Ralph Heidenreich zu Gast gewesen. Der Linken-Kandidat schilderte dem SZ-Redaktionsleiter Gerd Mägerle unter anderem, wie er seine Rolle als Einzelkämpfer im Biberacher Rat erlebt. Gefragt nach seinem Wahltipp äußerte er den Wunsch, dass die Linke bei der Wahl mindestens zwei Sitze holt.

Heidenreich schaffte vor fünf Jahren den Sprung in den Gemeinderat. Er gilt gewissermaßen als Exot, weil er Einzelkämpfer ist und die Linke im Rat für manche etwas Besonderes ist. „Wenn alle an einem Strang ziehen, muss es einen geben, der von der Seite reinbellt“, sagt Heidenreich in dem 30-minütigen Talk. „Und das bin ich.“ Seine Rolle definiere er irgendwo zwischen Komiker und Philosoph. Auch als einziger Linken-Stadtrat könne er Debatten anstoßen.

Teil 1: 

Teil 2: 

Zum SZ-Wahlstudio ist Heidenreich alleine gekommen, weil Heide Heckmann aus familiären Gründen abgesagt hatte. Wie die anderen Gäste sollte auch Heidenreich einen Gegenstand mitbringen, der ihn in persönlicher und politischer Hinsicht charakterisieren sollte. Der Stadtrat entschied sich für eine Lupe.

Erhält er die Verwaltungsvorlagen, müsse er herausfinden, was dahintersteckt. Das sei schwierig und ihm sei das in der Vergangenheit nicht immer gelungen. Er sprach zunächst von einer „zielorientierten Kommunikation“ in den Vorlagen, um kurz darauf zu konkretisieren: „Man könnte auch Vertretergeschwätz sagen.“

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Baupolitik, mehr städtisches Personal, Jugendarbeit, Verkehr oder die Anteilsstrukturen bei der Ewa Riss wurden in dem Talkformat unter anderem thematisiert. Auch Heidenreich sollte gegen Ende der Sendung zu vier Statements aus der politischen Diskussion Stellung beziehen. Der Aussage „Das Pestalozzihaus wird saniert“ könne er klar zustimmen, weil das Gebäude eine lange Geschichte habe. Auf das Statement „Der abgebaute Brunnen aus dem Museumshof soll an anderer Stelle wieder aufgebaut werden“ entgegnete er: „Das könnte man schon machen.“ Spontan falle ihm der Berliner Platz ein.

Keine weitere Videoüberwachung

Nicht zustimmen konnte er den Aussagen „Die Stadt installiert an öffentlichen Orten weitere Videokameras zur Überwachung“ und „Die Stadt hält an der ersten Stunde kostenlos parken in den Parkhäusern/Tiefgaragen fest.“ In Sachen Videoüberwachung sagte er, dass die Probleme nur mit Kontrollen in den Griff zu bekommen seien.

 Ralph Heidenreich wird erläutert, warum die Stadt Biberach Mehrheitseignerin der Ewa Riss werden sollte.
Ralph Heidenreich wird erläutert, warum die Stadt Biberach Mehrheitseignerin der Ewa Riss werden sollte. (Foto: Daniel Häfele)

In Zusammenhang mit den Parkgebühren sprach er von einem „Parkgebührenvermeidungsverkehr“. Es gebe Menschen, die nach einer Stunde aus dem Parkhaus herausfahren und dann wieder einfahren, um sich ein paar Cent zu sparen.

Fragen der Leser besprochen

Fragen seitens der Zuschauer kamen zum Verkehr auf dem Marktplatz. Wie die SPD und Grünen unterstütze auch er einen autofreien Marktplatz, weil die Parkplätze dort Anlass für einen „enormen Parksuchverkehr“ seien.

Wenig anfangen kann er mit dem Zaun auf dem Gigelberg, um Steinewerfer abzuhalten. „Diese Methode finde ich falsch“, sagte er. Denn diese bestrafe auch jene, die sich dort benehmen: „Ich sperre ja auch keine Straße ab, nur weil es da einen Raser gibt.“ Die Steinewerfer müssten dingfest gemacht und bestraft werden.

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