Drei weitere Impfstützpunkte entstehen im Landkreis Biberach

 In Riedlingen, Erolzheim und Laupheim sollen weitere Impfstützpunkte entstehen.
In Riedlingen, Erolzheim und Laupheim sollen weitere Impfstützpunkte entstehen. (Foto: Danny Gohlke/dpa)
Schwäbische Zeitung

Der Ausschuss für Soziales und Gesundheit hat dem Kreistag einstimmig empfohlen, dass der Landkreis Biberach zum weiteren Ausbau der Impfstruktur in Vorleistung geht, um möglichst schnell die gestiegene Nachfrage nach Impfungen zu bewältigen. Im Landkreis sind weitere Impfstützpunkte und zusätzliche mobile Impfteams geplant. Das teilt das Landratsamt in einer Pressemeldung mit.

Nachdem das Land die Kreisimpfzentren Ende September geschlossen hat, finanziert und organisiert es an landesweit zwölf Klinikstandorten mobile Impfteams. Diese sollen die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte unterstützen. Das DRK Biberach konnte zügig zwei mobile Impfteams unter der Federführung der Oberschwabenklinik Ravensburg in Betrieb nehmen. In der Zwischenzeit ist es gelungen, drei weitere Teams im Landkreis Biberach zu etablieren.

Das Sozialministerium hat die Kreise aufgrund der hohen Nachfrage nach Impfungen und dem stark steigenden Infektionsgeschehen aufgerufen, erneut die Impfkampagne zu unterstützen und die Koordination vor Ort zu übernehmen. Bis Mittwoch sollen die Landkreise Konzepte beim Land einreichen. Weiter wurden sie gebeten, finanziell in Vorleistung zu gehen.

Das Konzept des Landkreises sieht einen weiteren Ausbau der mobilen Impfteams des DRK auf insgesamt sieben vor. Landrat Heiko Schmid betonte in der Ausschusssitzung: „Wir möchten hier beim Impfen noch eine Schippe drauflegen und die niedergelassene Ärzteschaft unterstützen.“ Neben dem schon bestehenden Impfstützpunkt in der Stadthalle Biberach seien drei weitere Impfstützpunkte in Riedlingen, Erolzheim und Laupheim einzurichten. Daneben soll es auch weitere mobile Impfaktionen in Einrichtungen vulnerabler Gruppen und einzelnen Gemeinden geben. Die Kosten dafür werden bis April 2022 auf insgesamt annähernd zwei Millionen Euro geschätzt. Es wird allerdings erwartet, dass das Land die Kosten wieder ersetzt.

Über alle Fraktionen hinweg wurde dieses Engagement in der Bekämpfung der Pandemie begrüßt und unterstützt. Zudem empfiehlt der Ausschuss einstimmig dem Kreistag, dass weitere Gelder zur Aufrechterhaltung des derzeit bestehenden Kontaktpersonenmanagements im Gesundheitsamt auch über den Jahreswechsel hinweg freigegeben werden. Schmid betonte: „Es ist richtig und wichtig, dass wir hier in Vorleistung gehen. An dieser Stelle möchte ich mich auch ausdrücklich für den Einsatz und die Unterstützung des DRK bedanken.“ Der Biberacher Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes tue alles dafür, ein möglichst breites Impfangebot für den Landkreis auf die Beine zu stellen.

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