Ibot: „Wollen bis zum Ende im Turnier bleiben“

Lesedauer: 7 Min
 Gerd Römer, Trainer von Frisch Auf Göppingen, will beim Ibot mit seiner Mannschaft möglichst weit kommen. Im Auftaktspiel treff
Gerd Römer, Trainer von Frisch Auf Göppingen, will beim Ibot mit seiner Mannschaft möglichst weit kommen. Im Auftaktspiel treffen die Göppinger am Karfreitag auf die NSG EHV/Nickelhütte Aue. (Foto: Erwin Prohaska/Ibot)
Michael Mader

Der Eintritt beim Ibot ist frei. Weitere Infos, den kompletten Spielplan sowie einen Link zum Livestream zum Turnier gibt es im Internet unter www.ibot-bc.de

Wieder einmal als einer der Favoriten bei der männlichen A-Jugend reist der Bundesliganachwuchs von Frisch Auf Göppingen an Ostern nach Biberach. Danach wird es für die jungen Göppinger ernst, denn sie treffen im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft in zwei Spielen auf die SG Flensburg-Handewitt. Das Hinspiel findet am Sonntag, 28. April, um 13.30 Uhr in der Göppinger Hohenstaufenhalle statt – als Vorspiel der Bundesligabegegnung zwischen Göppingen und dem Tabellenführer aus dem hohen Norden. Beim Ibot um den „Cup der Kreissparkasse Biberach“ bestreitet Frisch Auf das Eröffnungsspiel gegen Aue. Michael Mader hat im Vorfeld des Turniers mit Göppingens Trainer Gerd Römer gesprochen.

Bevor es gegen die Flensburger geht, nimmt Frisch Auf Göppingen schon traditionell am Ibot in Biberach teil, also für Sie die beste Vorbereitung auf das DM-Viertelfinale?

Wir hatten uns ja schon für das Ibot angemeldet, als noch nicht klar war, dass wir das Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft erreichen. Für die Mannschaft hat das Turnier eine große Tradition und einen festen Platz in unserem Terminkalender. Aber selbst nach der Qualifikation für die deutsche Meisterschaft war es nie eine Frage, ob wir die Turnierteilnahme absagen, das wäre für meine Jungs eher eine Strafe. Ganz im Gegenteil, wir freuen uns wie jedes Jahr auf das Ibot, werden es aber dieses Jahr natürlich für die Vorbereitung auf die Spiele gegen Flensburg nutzen.

Hand aufs Herz: Kommen Sie mit Ihrer besten Mannschaft nach Biberach oder wird doch der eine oder andere geschont für die Spiele gegen Flensburg?

Geschont sicherlich nicht direkt. Außer beim Eröffnungsspiel werden wir auf unseren Stammtorhüter Magnus Riegel verzichten müssen, der mitten im Abitur steckt und am Wochenende freihat. Aber ansonsten werden alle Spieler dabei sein und es werden alle eingesetzt. Gezielt schonen werden und muss ich niemanden.

Warum hat das Ibot in Göppingen so einen hohen Stellenwert?

Das Ibot ist einfach ein tolles Turnier und gerade in der männlichen A-Jugend mit dem Teilnehmerfeld besonders interessant. Das Turnier hat aber gerade auch in Göppingen eine hohe Tradition. In den Zeiten, als der Leistungs-Handball noch nicht bei Frisch Auf Göppingen direkt angesiedelt war, nahm die damalige Handballakademie regelmäßig am Ibot teil. Für uns ist es natürlich praktisch, dass das Turnier vor der Haustüre stattfindet und wir keine lange Anreise haben. Für die Jungs ist es aber ganz einfach auch ein toller Saisonabschluss, selbst wenn wir dieses Jahr noch mindestens die beiden Spiele gegen Flensburg haben. Wir nehmen das Turnier natürlich ernst und wollen uns entsprechend präsentieren, aber es bleibt auch genügend Raum, um zu feiern.

Das Eröffnungsspiel am Freitagabend bestreiten Sie gegen Aue. Was haben Sie sich für dieses Spiel vorgenommen?

Das ist schon ein sehr guter Test vor einer sicherlich wie jedes Jahr rappelvollen Halle, neun Tage vor unserem ersten Flensburg-Spiel. Auf den Gegner gezielt vorbereiten können wir uns nicht, denn Aue hat dieses Jahr die Jugend-Bundesliga verpasst und daher gab es keine Videos. Aber Aue hat traditionell eine sehr gute Jugendarbeit und präsentiert sich jedes Jahr beim Ibot als starke Mannschaft. Von daher sehe ich zwar die Favoritenrolle bei uns und wir wollen mit einem Sieg ins Turnier starten, bekommen aber gleich auch eine spannende Herausforderung, die uns sicher weiterbringt.

In den beiden vergangenen Jahren haben die Füchse Berlin das Turnier gewonnen, sind dieses Jahr aber nicht dabei. Steigen damit die Chancen auf einen Turniersieg Ihrer Mannschaft, der Ihnen zuletzt vor fünf Jahren gelang?

Natürlich steigen die Chancen, wenn der Titelverteidiger nicht antritt. Wir haben zuletzt 2014 das Turnier gewonnen, um im Jahr darauf als Titelverteidiger im Finale gegen den Württemberglisten aus Wangen zu verlieren. Ich will damit sagen, dass es bei so einem Turnier schwer ist, die Favoritenrolle zu verteilen. Chancenlos sehe ich uns zwar nicht, aber ein SC Magdeburg in Bestbesetzung ist sicherlich der Topfavorit. Auf Augenhöhe mit Berlin und Flensburg hat der SCM nur ganz knapp die deutsche Meisterschaft verpasst. Ebenso aber auch der TV Bittenfeld, der in der Südstaffel uns bis zum letzten Spieltag im Nacken saß und spielerisch mit uns auf Augenhöhe ist. Eigentlich müsste ich jetzt noch mindestens alle anderen Jugend-Bundesligisten nennen. Der Turniersieg ist relativ offen, wobei wir natürlich gern bis zum Schluss im Turnier bleiben wollen.

Der Eintritt beim Ibot ist frei. Weitere Infos, den kompletten Spielplan sowie einen Link zum Livestream zum Turnier gibt es im Internet unter www.ibot-bc.de

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen