Ibot kommt sehr gut an

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103 Mannschaften aus fünf Nationen kämpften beim 21. Ibot in Biberach um den Turniersieg in drei Altersklassen.
103 Mannschaften aus fünf Nationen kämpften beim 21. Ibot in Biberach um den Turniersieg in drei Altersklassen. (Foto: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

Eine Bildergalerie zum Ibot gibt es im Internet unter: www.schwäbische.de/ibot2018

Die Organisatoren sind mit der 21. Auflage des Internationalen Biberacher Osterturniers (Ibot) um den „Cup der Kreissparkasse Biberach“ sehr zufrieden gewesen. 103 Mannschaften aus fünf Nationen sind beim Turnier am Start gewesen, um die Sieger von der weiblichen und der männlichen C- bis zur A-Jugend zu ermitteln.

„Organisatorisch hat alles richtig gut funktioniert. Wenn es kleine Pannen gab, da gab es wenige, war jemand da, der sie behoben hat“, sagte Hans-Peter Beer vom Ibot-Organisationsteam, zu dem auch Jochen Schoch, Jochen Halder und Armin Engel gehörten. Er hob besonders die Arbeit der rund 250 ehrenamtlichen Helfer hervor, die pro Turniertag im Einsatz gewesen sind. „Ohne sie könnten wir ein Turnier in dieser Größe und Qualität nicht ausrichten. Alle haben das Ibot als ihre Veranstaltung angesehen und sich über Gebühr eingebracht“, so Beer. „Das haben natürlich auch die Spieler gemerkt, deswegen fühlen sie sich hier wohl. Gelobt wurden auch die kurzen Wege zwischen den Hallen.“

Viele Zuschauer in den Hallen

Gleich von Beginn an seien viele Zuschauer in den Hallen gewesen und das waren nicht nur Eltern oder Verwandte der Spieler. Bereits bei der Eröffnungsfeier seien noch nie so viele Zuschauer wie zuvor in der Halle gewesen. Diese hätten auch ein richtig gutes Eröffnungsspiel gesehen, in dem Wolfschlugens A-Jugend eine richtig gute Leistung gegen die Füchse Berlin abgeliefert habe. Der TSV Wolfschlugen ersetzte den SC Magdeburg, der kurzfristig eine Teilnahme bei einem Turnier in Portugal dem Ibot vorzog. Dies hatte Beer am Gründonnerstag noch sehr geärgert, am Ostermontag war die „Causa Madgeburg“ für ihn hingegen kaum ein Thema mehr. Magdeburgs B-Jugend durfte letztlich im A-Jugend-Turnier mitspielen und wurde Dritter.

In sportlicher Hinsicht sei hochklassiger Jugendhandball in allen Altersklassen zu sehen gewesen. „Wenn man auf das Feld der A- und der B-Jugend schaut, dann findet man in Deutschland nichts mehr in dieser Größenordnung“, so Beer. In der männlichen A-Jugend spielten zehn Bundesligisten mit, in der weiblichen A-Jugend waren es vier. Dass mit Billy-Montigny erstmals ein französisches Team dabei gewesen war, sei eine Bereicherung für das Turnier gewesen. Darüber freute sich Beer ebenso sehr wie über die Tatsache, dass Bob Hanning erneut beim Ibot zugegen war.

Keine schweren Verletzungen

Eine große Herausforderung sei es gewesen, die rund 1600 Spieler unterzubringen, da das Wieland-Gymnasium gerade saniert wird. „Deshalb haben diesmal die Spieler im Pestalozzi-Gymnasium und in der Dollinger-Realschule übernachtet. Ein paar Spieler waren auch in der Mali-Halle untergebracht“, erläuterte Beer. „Probleme hat es in den Übernachtungsstätten nicht gegeben. Das war wirklich entspannt dieses Jahr laut den Rückmeldungen der Tages- und Nachtwache.“ Ganz ohne Verletzungen ging es beim Ibot auch in diesem Jahr nicht zu. „Schwerwiegende Verletzungen gab es nicht“, so Beer. „Das Schlimmste war eine Sprunggelenksverletzung bei einem Füchse-Spieler. Aber das ist normal im Handball.“

Durchweg positive Rückmeldungen von den teilnehmenden Mannschaften gab es laut Jochen Schoch auch noch am Dienstag via Mail, Facebook oder WhatsApp. „Was besonders gelobt wurde, war die Organisation sowie die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Helfer“, so der 30-Jährige. Der Livestream sei derweil an allen Tagen sehr gut genutzt worden. „Pro Tag waren es um die 12 000 Aufrufe. Das spricht für sich“, sagt Schoch. Ebenso rege sei auch der WhatsApp-Channel beim Ibot genutzt worden, den es seit vergangenem Jahr gibt. „Er hat sich als Kommunikationsmittel voll etabliert“, äußerte sich Schoch zufrieden.

Schoch versteht leise Haug-Kritik

Von der leisen Kritik von Füchse-Trainer Stefan Haug hatte der Ibot-Mitorganisator aus der Zeitung erfahren. Haug hatte am Montag nach dem A-Jugend-Finale gegenüber der SZ das Ibot gelobt, aber auch gesagt, dass man das Turnier auf drei Tage mit weniger Mannschaften begrenzen könne, um die sportliche Qualität zu erhöhen. „Interessanterweise hatte er die Kritik mir gegenüber nicht geäußert. Aus seiner Sicht ist sie nachvollziehbar, weil die Füchse bis auf Bittenfeld keine Gegner auf Augenhöhe hatten“, sagte Schoch. „Davon gibt es aber in Deutschland nicht mal eine Handvoll. Neben Bittenfeld kann derzeit eigentlich nur Leipzig mit den Füchsen mithalten. Die Füchse sind auch über die letzten zehn Jahre das überragende A-Jugend-Team.“ In der B-Jugend hatten die Füchse nach Ansicht von Schoch beim Ibot hingegen fast mehr gleichwertige Gegner. Auch in dieser Altersklasse holten sich die Berliner letztlich souverän den Turniersieg.

Eine Bildergalerie zum Ibot gibt es im Internet unter: www.schwäbische.de/ibot2018

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