Hochschule greift gesellschaftliche Problemstellungen auf

Lesedauer: 3 Min
 An der Hochschule Biberach wird geforscht, wie Forschungsergebnisse in die Gesellschaft transferiert und praktische Anforderung
An der Hochschule Biberach wird geforscht, wie Forschungsergebnisse in die Gesellschaft transferiert und praktische Anforderungen der Gesellschaft zurück an Hochschulen gespielt werden können. (Foto: Stefan Sättele)
Schwäbische Zeitung

Die Hochschule Biberach (HBC) betritt Neuland, indem sie die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und externen Dritten wissenschaftlich beleuchtet. Das Forschungsprojekt „Q-trans“ wird durch das Bundesforschungsministerium mit 750 000 Euro unterstützt.

Gesellschaftlich relevante Fragestellungen aufgreifen – diesem Auftrag werden Hochschulen durch die Kooperation verschiedener Disziplinen und mit Beteiligten außerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft gerecht. Gerade Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) eignen sich aufgrund ihres anwendungsbezogenen Profils besonders gut für diese wechselseitige Zusammenarbeit, heißt es in einer Mitteilung der HBC.

Das Forschungsprojekt „Qualitätsmessung in transformativen Projekten“ soll über drei Jahre die Wirkung von solchen Kooperationsprojekten messen und untersuchen, wie der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Gesellschaft gelingt und welche Störfaktoren ihn behindern.

Nach Auskunft von Jennifer Blank, der wissenschaftlichen Leiterin des Instituts für Bildungstransfer (bisher Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung), liegen dazu bisher nur wenige Untersuchungen vor – gerade in den Ingenieur- oder Naturwissenschaften, die die HBC prägen. Sie wird eine Gruppe mit drei Doktoranden- und Postdoc-Stellen leiten, die Evaluationskriterien erarbeiten soll. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Rolle der Digitalisierung, die nachhaltige Wirkung von transformativen Prozessen und wie der tatsächliche Kompetenztransfer von der Hochschule in die Gesellschaft und wieder zurück gelingt. Für das Projekt kooperiert die HBC mit der PH Weingarten sowie den Unis Ulm und Göttingen.

Für ihre Forschung orientieren sich die Biberacher Wissenschaftler an Ergebnissen der sozial-ökonomischen Bildungsforschung. Laut der Mitteilung soll die HBC selbst von dieser Forschung profitieren. Jennifer Blank erwartet, „dass die Professoren und Forschungsmitarbeiter der HBC direkt von unseren Rückmeldungen profitieren können“.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen