Gottesdienst mit Chor aus Asti

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Der katholische Pfarrer Stefan Ruf und der evangelischen Pfarrer Ulrich Heinzelmann bei dem gemeinsamen ökümenischen Gottesdiens
Der katholische Pfarrer Stefan Ruf und der evangelischen Pfarrer Ulrich Heinzelmann bei dem gemeinsamen ökümenischen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Martin in Biberach. (Foto: Helmut Lange)
Helmut Lange

In der Stadtpfarrkirche St. Martin haben sich der katholische Pfarrer Stefan Ruf und der evangelischen Pfarrer Ulrich Heinzelmann für einen ökumenischen Gottesdienst zusammengefunden.

Eine besondere Note in der gut besuchten Messe gaben der Gastchor der Biberacher Partnerstadt Asti und der Kirchenchor von St. Martin.

Der Gastchor aus Asti mit rund 50 Sängern waren optisch ansprechend und einheitlich dunkel mit roten Schals und Krawatten gekleidet.

Sie sangen Stücke von J. da Mantua (O Jesu Christe), von Palestrina (Sicut cervus desiderat) und gemeinsam mit den Biberacher Kirchenchor das Locus iste – die Übersetzung dieser bekannten und schlichten Komposition lautet: „Dieser Ort ist von Gott geschaffen, ein unaussprechliches Geheimnis, kein Makel ist an ihm“. Anton Bruckner hat diese Motette 1869 für die Einweihung der Votivkapelle des Maria-Empfängnis-Doms in Linz geschrieben.

In der Predigt, die beide Pfarrer abwechselnd gestalteten, nahmen sie das Evangelium zum Anlass, in dem es darum geht, sich nicht allzu viel Sorgen um das Dasein zu machen: „Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt.

Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an. Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen. Euer himmlischer Vater ernährt sie.

Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?“ Abwechselnd beschrieben Ruf und Heinzelmann die Realität der Kirche, um am Schluss zur Erkenntnis zu kommen, dass es in beiden Kirchen, ähnliche Probleme gibt. „Eben ökumenisch“, so Heinzelmann, was ein Schmunzeln in der Kirchengemeinde hervorrief.

Stephan Ruf erinnerte daran, dass Jesus eben sagte, dass er uns hilft und dass das Leben wichtiger ist, als die Sorge um das Leben.

Zum Schluss sangen beide Chöre unter den Dirigenten Mario dellapiana und Norbert Borhauer, auch an der Orgel, das „Ave verum“ von Wolgang Amadeus Mozart. Ein sehr bekannter Hymnus des großen Komponisten.

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