Gemeinsames Zeichen der Solidarität zum Welthospiztag

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Die Unterstützer der Kerzen-Aktion zum Welthospiztag (von links): Joachim Schmucker (Caritas Biberach-Saulgau), Egon Lanz (Vorsi
Die Unterstützer der Kerzen-Aktion zum Welthospiztag (von links): Joachim Schmucker (Caritas Biberach-Saulgau), Egon Lanz (Vorsitzender Förderverein Hospiz Landkreis Biberach), Dr. Michaela Mohl (Oberärztin für Anästhesiologie und Schmerztherapie der Sana-Klinik), Tobias Bär (Leiter des Hospizes Haus Maria), Heike Heß (Leiterin SAPV Biberach) und Wolfgang Preiss-John (Hospizstiftung Biberach). (Foto: St.-Elisabeth-Stiftung)
Schwäbische Zeitung

„Gegen die Nacht können wir nicht ankämpfen, aber wir können ein Licht anzünden.“ Die berühmten Worte des Franz von Assisi passen gut zur Aktion „Hospizlicht“ anlässlich des Welthospiztags am 12. Oktober. In Biberach gibt es dazu ein gemeinschaftliches Angebot: einen Kerzenverkauf.

Mit der erstmaligen Aktion zum Welthospiztag am Samstag wollen mehrere Institutionen aus dem Landkreis Biberach und Ravensburg ein Zeichen der Solidarität setzen: Ein Signal dafür, dass der Tod nicht das letzte Wort hat und es Menschen gibt, die unterstützen können, den letzten Weg in Würde zu gehen. Ziel ist, dass am 12. Oktober ab der Dämmerung in möglichst vielen Fenstern ein „Hospizlicht“ brennt: eine kleine Kerze mit den tröstenden Worten des Heiligen Franz.

Zudem möchten die ambulanten Hospizgruppen die Kerzen auch in ihre Einsatzbereiche tragen. Bei der Gemeinschaftsaktion in Biberach beteiligen sich der Förderverein Hospiz im Landkreis Biberach sowie die Arbeitsgemeinschaft ambulanter Hospizdienste der Caritas Biberach-Saulgau, die Sana-Kliniken, die Spezialisierte Ambulante Palliative Versorgung (SAPV), das Hospiz Haus Maria und die Hospizstiftung Biberach.

„Wir wollen den Hospizgedanken in die Öffentlichkeit tragen, um den Menschen das Bewusstsein für die Hospiz- und Palliativarbeit zu öffnen. Diese bedeutet vor allem, schwerkranken Menschen die verbleibende Zeit mit bestmöglicher Lebensqualität zu gestalten. Überdies die Angehörigen so zu begleiten, dass sie in der Lage sind, den Verlust in ihr Leben zu integrieren“, sagt Tobias Bär, Leiter des Hospiz Haus Maria in Biberach.

Gelebtes Netzwerk

Noch bis 12. Oktober können die kleinen Kerzen gekauft werden, der Förderverein Hospiz im Landkreis hat sie finanziert. Nach den Worten von dessen Vorsitzendem, Professor Egon Lanz, Facharzt für Anästhesiologie und ehemaliger Chefarzt in der Biberacher Kreisklinik, soll die Aktion auch einmal mehr das gelebte Netzwerk der Hospizarbeit dokumentieren. Der Erlös aus dem Kerzen-Verkauf fließt an die Beteiligten der Aktion.

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