Gehört, gesehen: Christkindle auf Abwegen?

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In der Krippe in der Sana-Klinik ist das Christkind nicht mehr (Foto links), dafür hat es einen Hinweis am Baderhaus am Kirchpla
In der Krippe in der Sana-Klinik ist das Christkind nicht mehr (Foto links), dafür hat es einen Hinweis am Baderhaus am Kirchplatz hinterlassen (Foto rechts). (Foto: Maile / Bertsch)
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Biberach ist in Aufruhr: Das Christkindle ist verschwunden! Zumindest jenes, welches seit Weihnachten in der Krippe im Eingangsbereich der Sana-Klinik gelegen hatte. Aufgefallen ist es Pfarrer Georg Maile aus Bad Schussenried, als er an Silvester zu Besuch in der Klinik war. Er hat umgehend die SZ-Redaktion über diesen Missstand informiert, den man bei der Sana bis dahin noch gar nicht bemerkt hatte, wie Pressesprecherin Anja Wilhelm am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte. Nun gut, Seelsorger haben für solche Dinge vermutlich von Berufs wegen einen besonderen Blick.

Augenzeugen zufolge soll das Christkind letztmals am 29. Dezember in der Krippe gesehen worden sein, haben die Fahnder der Sana zwischenzeitlich herausgefunden. „Glücklicherweise konnte es seinen Geburtstag so noch mit der Familie im Stall feiern, für das neue Jahr hatte es wohl andere Pläne“, schreibt die Pressesprecherin. Nun hätte es die Sana-Klinik sicherlich leicht, in der hauseigenen Geburtsabteilung ein „Ersatz-Christkindle“ zu finden – vermutlich hätten aber die leiblichen Eltern etwas dagegen.

Es gibt allerdings ernstzunehmende Hinweise, dass sich das aus der Krippe entfleuchte Christkind noch in Biberach aufhält. Möglicherweise ist es auch gar nicht aus Langeweile aus der Klinik ausgebüxt, sondern nimmt nur seine Rolle als Friedensstifter besonders ernst. So hat es nämlich in der Zwischenzeit eine Tafel an der Tür des Baderhauses am Kirchplatz aufgestellt. Ein Leser hat sie fotografiert: „Frieden für dieses Haus. Macht endlich Frieden. Gruß vom Christkind“ steht darauf. Ein Wunsch, dem man sich nur zu gern anschließt.

Wenn das Krankenhaus-Christkindle noch weitere Friedensmissionen in Biberach plant, kann die Sana den Verlust sicher verschmerzen. Für das kommende Weihnachtsfest müssen die Mediziner nun eben einen adäquaten Ersatz suchen. Bisschen Zeit ist ja noch ...

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