Gasspürer sind wieder in Biberach unterwegs – auch auf privatem Grund

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Schwäbische Zeitung

Jedes Jahr wird ein Viertel des 404 Kilometer langen Erdgasleitungsnetzes der Ewa Riss auf Dichtigkeit geprüft, teilt das Unternehmen mit. Seit dem 7. Oktober sind Ewa-Riss-Mitarbeiter und Arbeiter der Firma Sewerin für etwa fünf Wochen im Versorgungsgebiet unterwegs.

Sie werden gelegentlich angesprochen, wiel die Männer in Warnwesten mit einem eigenartigen Gerät auf der Straße oder im Garten unterwegs sind. Dieter Zumsteg, Teamleiter Betrieb und Instandsetzung erläutert: „Wir prüfen nicht nur die Hauptleitungen, sondern auch die Hausanschlussleitungen. Deswegen sind unsere Mitarbeiter auch auf Privatgrundstücken anzutreffen. Sie können sich aber jederzeit mit einem Dienstausweis der Ewa Riss ausweisen.“

Überprüfung des Gasnetzes

Bei gutem Wetter wird jede Stunde ausgenutzt: Die Männer arbeiten dann von morgens sieben Uhr bis abends sieben Uhr. Bei Regen können die Gasspürer nicht ausrücken, da das Wasser den Boden gasundurchlässig macht und das Gerät nicht ordnungsgemäß funktioniert.

Die Kollegen der Ewa Riss hoffen nun darauf, dass das Wetter in den nächsten Wochen mitspielt und sie die Überprüfung des Gasnetzes zügig abschließen können.

Um die Orientierung in dem verzweigten Gasnetz zu behalten und keine Gasleitung und keinen Hausanschluss zu übersehen, arbeiten die Kollegen mit einem Mini-Laptop mit einer digitalen Karte und GPS-Unterstützung. Grundlage hierfür ist das ständig aktualisierte Geo-Informationssystem der Ewa Riss.

Rechner wertet Daten aus

Die Sonde des Gasspürgeräts saugt die Luft vom Boden an, die mögliche Gaskonzentration wird gemessen, der Rechner wertet die Daten aus und speichert sie.

Werden Bruchteile des Erdgases in der Bodenluft festgestellt, gibt das Gerät ein Warnsignal ab. Sollte es einmal soweit kommen, wird die Leitung an der entsprechenden Stelle freigelegt und der Schaden behoben.

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