FV Biberach marschiert durch

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So sieht ein künftiger Landesligist aus: Der FV Biberach hat sich überlegen den Meistertitel in der Bezirksliga Riß und damit d
So sieht ein künftiger Landesligist aus: Der FV Biberach hat sich überlegen den Meistertitel in der Bezirksliga Riß und damit den Wiederaufstieg gesichert. (Foto: Volker Strohmaier)
Michael Mader

Der FV Biberach hat nach nur einem Jahr die Bezirksliga Riß wieder verlassen und spielt in der kommenden Saison in der Fußball-Landesliga. Die Mannschaft von Trainer Dietmar Hatzing wurde überlegen Meister. 15 Punkte Vorsprung hatte der FV Biberach am Ende vor dem Tabellenzweiten SV Ringschnait.

Genau dieser SV Ringschnait war es, der dem FV Biberach die einzige Niederlage der Saison beibrachte. Am vierten Spieltag mitten im August war es, als der SVR mit 4:2 die drei Punkte aus dem Biberacher Stadion entführte. Allerdings begünstigt von einer Roten Karte für Kubilay Yesilöz, der für zwei angebliche Schwalben vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. „Auch dieses Spiel hätten wir nicht verlieren müssen“, erinnert sich Hatzing. „Dass es dann die erste und einzige Niederlage bleiben sollte, konnte ja noch keiner voraussehen.“

Doch dem Trainer war schon vor dem Saisonstart gegen Eberhardzell klar, dass mit dem vorhandenen Kader eigentlich nichts anderes als Platz eins oder zwei in der Bezirksliga infrage kommt. Dank der Arbeit von Spielleiter Uwe Felger war es gelungen, nahezu die gesamte Mannschaft aus der Landesliga zusammenzuhalten und mit Andreas Wonschick, Yesilöz und Julius Grimm drei Spieler zu verpflichten, die dem Team sofort helfen konnten. „Uwe hat einen super Job gemacht und das Team vom Projekt sofortiger Wiederaufstieg überzeugt.“ Auch Wonschick hatte dieses Gefühl: „Ich kannte die Situation beim FV Biberach ja schon, aber diese Einstellung war dann doch was Neues. Die gesamte Mannschaft wollte wieder nach oben.“

Überragende Vorrunde

Die Vorrunde verlief überragend. Nach der Niederlage gegen Ringschnait wurden nur noch Siege eingefahren. Erst am letzten Spieltag der Hinrunde musste sich der FVB mit einem Unentschieden gegen den SV Dettingen begnügen. Viele Zu-Null-Spiele waren dabei. „Nicht nur mit der Tabelle, sondern auch mit der Art und Weise, wie wir bis dahin gespielt haben, war ich sehr zufrieden“, sagt Hatzing. Das Projekt Wiederaufstieg war in Fahrt gekommen. Im Winter verstärkte sich der Club noch mit Simon Macht, der lange Jahre für den SV Birkenhard auf Torejagd gegangen war. „Ein sehr guter Charakter, der uns mit seiner Erfahrung gutgetan hat“, freut sich Hatzing, dass Macht nach kurzer Bedenkzeit auch in der Landesliga noch ein Jahr in Biberach dranhängt.

Zwar spielte Biberach in der Rückrunde nicht mehr ganz so überlegen auf, die Meisterschaft hatte aber die Konkurrenz aus Sulmetingen, Ringschnait und Dettingen wohl schon frühzeitig für die Kreisstädter abgehakt. So wunderte es niemanden, dass der FV Biberach durch ein 6:0 in Reinstetten schon am viertletzten Spieltag die Korken knallen lassen und den Wiederaufstieg feiern konnte. Im Pokal dagegen musste man Sulmetingen den Vortritt lassen. „Unser Fokus galt einzig und allein der Meisterschaft“, war Hatzing nur kurz enttäuscht wegen des Ausscheidens im Halbfinale.

Sechs Zugänge – vier Abgänge

Der Blick ist bereits nach vorn gerichtet. Vier Spieler, unter anderem Ilyas Aksit, werden den Verein verlassen, sechs Neue stehen bereits fest. Die bekanntesten sind sicher Defensivallrounder Matteo Buck vom SV Ochsenhausen und Stürmer Jonathan Hummler vom SV Bad Buchau. Am 12. Juli bittet Hatzing zur ersten Trainingseinheit, am 4. August steht die erste WFV-Pokalrunde an, zwei Wochen später beginnt die neue Saison in der Landesliga. „Wir wollen so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, sagen Hatzing und Wonschick übereinstimmend. Auch bei der Frage nach den Favoriten sind sie sich schnell einig: „Berg und Friedrichshafen werden ganz oben stehen.“

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