Firmen fordern Bürokratieabbau

Zusammen mit Michael Theurer (v. l.), Vize-Fraktionschef der FDP im Bundestag, besuchte FDP-Kandidat Florian Hirt den Biberacher
Zusammen mit Michael Theurer (v. l.), Vize-Fraktionschef der FDP im Bundestag, besuchte FDP-Kandidat Florian Hirt den Biberacher Recyclingunternehmer Alexander Neudeck. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Der FDP-Bundestagsfraktions-Vize Michael Theurer hat zusammen mit dem hiesigen FDP-Bundestagskandidaten Florian Hirt das Entsorgungsunternehmen Neudeck in Biberach besucht. Mit dem Ravensburger Bundestagsabgeordneten Benjamin Strasser war Hirt außerdem kürzlich zu Gast bei der Firma Holzbau Schneider.

Die Themen beim Rundgang mit Theurer waren bei Neudeck schnell gesetzt. Juniorchef Alexander Neudeck zeigte, dass hier Recycling – also die nachhaltige Verwendung von Rohstoffen – längst Realität ist. Die aufwendige Aufbereitung und Lagerhaltung nach verschiedensten Materialkriterien ist aufwendig, aber sinnvoll und spart Ressourcen. Neudeck kann beim Recycling auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen. Diese Kompetenz kommt vielen Firmen- und Privatkunden in einem Umkreis von rund 80 Kilometern zugute. Durch Containerdienste sowie Abbruch und Demontage recycelt Neudeck viele wertvolle Rohstoffe. Insbesondere seit Corona hat der Bedarf gerade auch bei privaten Haushalten stark zugenommen. Aber es gibt auch Hindernisse. Michael Theurer nahm Neudecks Bitten nach der Beseitigung bürokratischer Hürden beim Recycling und der Müllverbrennung interessiert auf. Er versprach, sich für einen Abbau der Hürden einzusetzen.

In seiner Ansprache sicherte Theurer den zahlreich anwesenden FDP-Mitgliedern zu, sich weiter für freies Unternehmertum einzusetzen, damit Jungunternehmer wie Neudeck Alexander eine Motivation verspüren, in den elterlichen Betrieb einzusteigen. Ferner gelte die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags, die Verhinderung von Steuererhöhungen, insbesondere der Vermögenssteuer, sowie die weitere Erforschung von Wasserstoff als Alternative zur Elektromobilität zu den Kernthemen der FDP.

Bei Holzbau Schneider in Eberhardzell nahmen sich der Firmenchef und dessen Tochter viel Zeit für den FDP-Besuch mit Betriebsführung. Der Betrieb beeindruckt durch die schiere Größe mit über 400 Mitarbeitern, dichter Bebauung und gewaltiger Technik.

Vollkommen energieautonom produziert Schneider alles, was im Hausbau aus Holz benötigt wird. Hauptabnehmer sind Zimmereibetriebe und Holzhaus-Unternehmen. Die Eigentümer appellierten an die anwesende Politik, die Bürokratie und Auflagen dringend zu verringern und Genehmigungsprozesse zu beschleunigen. Viele notwendige Prozesse werden in Deutschland und der EU behindert. So werden unternehmerische Entscheidungen und Investitionen beschränkt, wirtschaftliche Risikobereitschaft des Unternehmens behindert was am Ende den Ausbau von Arbeitsplätzen unmöglich gemacht.

FDP-Bundestagsabgeordneter Benjamin Strasser zeigte sich verständnisvoll und versprach in den entsprechenden Ausschüssen sich für die Belange der beiden Branchen einzusetzen.

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