Ferienfreizeit für Kinder mit Migrationserfahrung

 Die Ferienfreizeit „Spaß in den Ferien“ ökumenischen Migrationsarbeit im Landkreis Biberach bietet viele verschiedene Aktionen
Die Ferienfreizeit „Spaß in den Ferien“ ökumenischen Migrationsarbeit im Landkreis Biberach bietet viele verschiedene Aktionen für Grundschüler. (Foto: privat)

Unter dem Titel „Spaß in den Ferien“ gibt es im Landkreis Biberach es eine neue, kostenlose Ferienfreizeit für Kinder mit Migrationshintergrund. Gabriele Wiest, von der ökumenischen Migrationsarbeit im Landkreis Biberach startet die Aktion mit fünf weiteren Kolleginnen, mit dem Ziel, Ferienprogramme für alle Kinder zugänglich zu machen. Die SZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ unterstützt diese Arbeit diesmal mit einer Spende.

„Uns ist aufgefallen: Kinder mit Migrationserfahrung sind oft nicht bei regulären Ferienprogrammen dabei. Stattdessen sind sie eher zu Hause“, sagt Wiest. Oft fehle den Familien die Möglichkeit, an entsprechende Informationen zu Freizeitangeboten heran zu kommen.

„Durch die Pandemie-bedingten Schulschließungen, gingen unter den Kindern die Kontakte verloren und sie waren viel daheim. Mit unserem Ferienprogramm möchten wir schulische Themen spielerisch aufarbeiten“, sagt Wiest. Das Angebot verfolge außerdem das Ziel, Eltern auf regionale Ferienfreizeiten aufmerksam und sie ihnen leichter zugänglich zu machen.

Den ersten Versuch startete Gabriele Wiest in den Sommerferien. An zwei Nachmittagen fand ein Treffen mit sechs Kindern statt. „Wir haben uns für das Thema Dschungelbuch entschieden und trafen uns im Pfarrgarten in Laupheim“, sagt sie. Die Organisatorin und eine Helferin sorgten für Programm: Die Kinder flochten Lianen, sahen sich ein Bilderbuch an und malten Szenen aus dem Dschungelbuch aus.

Das zweite Treffen fand in den Herbstferien direkt Anklang. „Wir haben keine Werbung gemacht und trotzdem kamen 15 Kinder. Die meisten mit Migrations- oder Fluchterfahrung“, sagt Wiest. An diesem Tag war das Thema „Alles was fliegt“. „Wir betrachteten die Blätter von Bäumen genauer und haben uns Gedanken darüber gemacht, wieso etwas fliegt. Um das zu veranschaulichen, durften die Kinder Flugzeuge aus verschiedenen Materialien basteln“, sagt Wiest.

Angesprochen werden sollen Kinder zwischen sechs bis zwölf Jahren. „Wir sind nur auf positive Rückmeldung gestoßen. Die Eltern haben uns unterstützt und die Kinder haben so toll mitgemacht“, sagt Wiest, „da war uns klar: Es ist Bedarf da.“

Die Spende aus der aktuellen SZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ soll in die Materialbeschaffung und gesunde Snacks fließen. Für die Weihnachtsferien können maximal 25 Kinder bei „Spaß in den Ferien“ mitmachen. „Mehr können wir Mitarbeiter-technisch noch nicht stemmen. Wir freuen uns über ehrenamtliche Schülerinnen und Schüler, die mithelfen möchten.“, sagt die Organisatorin. „Wir möchten die Altersspanne zwischen Teilnehmenden und Mitwirkenden möglichst klein halten.“

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