Falscher Polizist scheitert mit Betrugsanruf

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Ein betrügerischer Anrufer ist mit seiner Masche in Biberach gescheitert.
Ein betrügerischer Anrufer ist mit seiner Masche in Biberach gescheitert. (Foto: Julian Stratenschulte)
Schwäbische Zeitung

Ein Betrüger, der sich am Telefon als Polizist ausgegeben hatte, ist am Mittwoch in Biberach mit seiner Betrugsmasche gescheitert. Dies teilt die Polizei mit.

Um 12 Uhr klingelte bei einer 63-jährigen Frau in der Ritter-von-Essendorf-Straße das Telefon. Der Anrufer gab sich als Kriminalpolizist aus. Er berichtete von einem Einbruch in der Nachbarschaft. Die Täter seien festgenommen worden. Bei ihnen hätten die Beamten angeblich einen Zettel mit der Anschrift der 63-Jährigen gefunden, erzählte der Betrüger. Nun sei zu befürchten, dass bei ihr auch eingebrochen werde.

Der vermeintliche Kriminalbeamte fragte deshalb gezielt nach Schmuck und Bargeld im Haus. Die Frau gab jedoch keine Auskunft und teilte mit, dass sie ihren Enkel ans Telefon holen würde. Daraufhin legte der falsche Polizist sofort auf. Es kam zu keiner weiteren Kontaktaufnahme.

Tipps der Polizei

Seien Sie vorsichtig bei unbekannten Anrufern. Lassen Sie sich

nicht unter Druck setzen oder aushorchen. Legen Sie auf, wenn ihnen etwas merkwürdig erscheint.

Werden Sie angerufen, stellen Sie gezielt Fragen an den Anrufer: nach Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen.

Notieren Sie sich, die auf dem Display angezeigte Rufnummer.

Achtung: Betrüger können diese Nummern manipulieren. Die Polizei

verwendet die 110 nicht für Anrufe.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte

Personen.

Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter. Sprechen Sie nicht über persönliche oder finanzielle Verhältnisse.

Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder Vertrauten über den Anruf.

Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 oder ihre örtliche Polizeidienststelle an. Nutzen Sie dabei nicht die

Rückruffunktion. (sz)

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