Am Freitag stehen zwischen 14 und 17 Uhr Fachleute aus Medizin, Pflege und Sozialarbeit stehen als Gesprächspartner zur Verfügu
Am Freitag stehen zwischen 14 und 17 Uhr Fachleute aus Medizin, Pflege und Sozialarbeit stehen als Gesprächspartner zur Verfügung. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Schwäbische Zeitung

Das Netzwerk Demenz gestaltet den Fachtag Demenz am Freitag, 18. September, aus Infektionsschutzgründen anders als gewohnt. Zwischen 14 und 17 Uhr werden verschiedene Beratungstelefone geschaltet. Die Themen und Ansprechpartner im Überblick:

Technische Hilfen bei Demenz: Insbesondere demenzielle Beeinträchtigungen führen auf lange Sicht dazu, dass Betroffene nicht mehr umfänglich für sich selbst sorgen können. Neben Orientierungsproblemen und abnehmenden Kompetenzen spielen oft Sicherheitsaspekte eine zentrale Rolle. Durch den Einsatz technischer Hilfen können einige Probleme und Risiken abgemildert werden. Anpassungen der Möblierung und der Wohnungsausstattung können angezeigt sein. Ansprechpartnerinnen sind Daniela Wiedemann, Margret Maas, Caritas Biberach-Saulgau – Wohnberatung, Telefon 07351/8095-190 und -195. Weitere Informationen gibt es auch unter www.basisversorgung-biberach.de/wohnberatung.

Was ist hilfreich im Umgang mit einem an Demenz Erkrankten? Die Krankheit Demenz hebt das gemeinsame Leben aus den Angeln. Das Tröstliche an der Situation aber ist, dass man den Umgang mit einem Demenzerkrankten nicht von heute auf morgen verstehen muss, sondern Tag für Tag dazu lernen kann. Oft entsteht bei den Angehörigen der Eindruck, dass es nur noch schlechte Zeiten gibt. Aber ist es wirklich so? Was tun in schlechten Zeiten? Und wie kann man gute Zeiten gemeinsam wieder herstellen? Ansprechpartnerin ist Anne Magin-Kaiser, Leiterin der Kurse Demenz „Der Biberacher Weg – Wissen für zu Hause“, Telefon 07525/7868.

Welche Entlastungsmöglichkeiten für sorgende Angehörige gibt es? Wer einen Angehörigen längere Zeit daheim betreut, schafft dies besser, wenn die Last auf mehrere Schultern verteilt wird. In den meisten Fällen gibt es die ideale Lösung nicht und man muss ausprobieren. Der Angehörige darf dabei die eigenen Bedürfnisse nach Erholung nicht vergessen. Ansprechpartner zu diesem Thema ist Karl-Heinrich Gils von der Diakonie Biberach, Telefon 07351/1502-50. Weitere Informationen gibt es unter www.basisversorgung-biberach.de/pfl-angehörige-entlasten-gesprächskreise-pflegebegleiter-u-a und www.diakonie.biberach.elk-wue.de.

Herausforderung Autofahren und Demenz – wie damit umgehen? Bei Demenzerkrankten, die nicht mehr in der Lage sind, am Straßenverkehr teilzunehmen, ist der Verlust des Führerscheins und dadurch auch der Verlust der Mobilität häufig als traumatisch zu werten. Meist fehlt den Erkrankten die Krankheitswahrnehmung. Die Angehörigen sind dadurch mit fehlender Einsicht konfrontiert und haben zugleich die Pflicht zu handeln. Oft wird empfohlen, dass die Angehörigen das Problem möglichst frühzeitig ansprechen, um den Erkrankten zur Aufgabe des Autofahrens zu bewegen. Erfahrungsgemäß gelingt dies selten und die Konflikte sind programmiert. Tipps zu diesem Thema gibt Michael Wissussek, Fachberater Demenz Seniorengenossenschaft Riedlingen, Telefon 0171/2734607. Weitere Informationen gibt es unter www.demenzpflege-riedlingen.de/uber-uns.

Vorsorgende Verfügungen und rechtliche Betreuung: Wer entscheidet, wenn man aufgrund einer Erkrankung/Demenz nicht mehr in der Lage bin, Entscheidungen zu treffen. Im Gespräch werden Auskünfte zu den vorsorgenden Verfügungen und zur rechtlichen Betreuung erteilt. Anrufen können auch bereits Bevollmächtigte oder rechtlich bestellte Betreuer, die inhaltliche Fragen zu ihren Aufgaben haben. Ansprechpartner ist Andreas Hofer, Betreuungsverein Landkreis Biberach, Telefon 07351/17869. Weitere Informationen gibt es online unter www.betreuungsverein-bc.de.

Leistungen der Pflegeversicherung bei Demenz: Ansprechpartnerin am Freitag ist Carolin Maunz, AOK Ulm-Biberach Pflegeberatung, Telefon 07351/501-261.

Was bietet die Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alzheimer- und Demenzerkrankten in Biberach? Angehörige treffen sich einmal im Monat, um offen über ihre Gefühle zu reden, schwierige Situationen beschreiben zu können und vor allem um Verständnis und Zuwendung in der Gruppe zu finden. Durch den Austausch erfahren sie Anregungen und Tipps, können Bewältigungsstrategien entwickeln, um in der eigenen Situation kompetenter zu begegnen. Ansprechpartnerin ist Claudia Bösch, Pflegestützpunkt Landratsamt Biberach, Telefon 07351/52-7639.

Was können Kommunen tun, um sich verstärkt für Demenzerkrankte einzusetzen? Ansprechpartnerin ist am Freitag Gertraud Koch, Landratsamt Biberach, Altenhilfefachberatung, Telefon 07351/52-7616.

Wo kann ich mich ehrenamtlich einbringen für Demenzerkrankte und deren Angehörige? Ehrenamtliches Engagement für Menschen mit Demenz entlastet die hauptberuflich Pflegenden, die pflegenden Angehörigen und sorgt für Abwechslung bei den Demenzkranken und bereichert auch diejenigen, die sich engagieren. Anrufer erhalten Informationen, welche Voraussetzungen man für ein Engagement mitbringen sollte und wo und wie man sich einbringen kann. Es gibt auch Auskünfte zur Stiftung Demenz: „Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz im Landkreis Biberach“. Ansprechpartner ist Thomas Münsch, Caritas Biberach-Saulgau, Netzwerk Ehrenamt, Telefon 07351/8095-193. Weitere Infos: www.netzwerk-demenz-bc.de/ehrenamtlich-aktiv und www.netzwerk-demenz-bc.de/stiftung-demenz.

Therapeutische Behandlungsmöglichkeiten der Alterspsychiatrie in Bad Schussenried: Dr. Mirjam Meyer, Gundula Nessensohn, Zentrum für Psychiatrie, Telefon 07583/331308.

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