Fürsten und Heilige, Dome und mittelalterliche Städte

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Die Reisegruppe der Katholischen Erwachsenenbildung vor dem Limburger Dom.
Die Reisegruppe der Katholischen Erwachsenenbildung vor dem Limburger Dom. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Eine viertägige Studienfahrt der Katholischen Erwachsenenbildung der Dekanate Biberach und Saulgau hat 43 Teilnehmer nach Mittelhessen geführt. Unter der Leitung von Franz Gleinser ging die Reise von Biberach über die Fossillagerstätte Grube Messel über Seligenstadt nach Wetzlar.

Bei einem Besuch der Grube Messel erklärten örtliche Führer die Ausstellung und Bedeutung der Stätte mit ihren urzeitlichen Funden aus der Zeit vor 56 bis 34 Millionen Jahren. Seit 1995 ist die Grube UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Spaziergang durch kleine Gassen mit farbenprächtigen Fachwerkhäusern, der Einhard-Basilika mit dem mittelalterlichen Klostergarten des ehemaligen Benediktinerklosters Seligenstadt luden zum Verweilen ein, bevor gegen Abend ins Hotel nach Wetzlar ging.

Eine der ersten rein gotischen Kirchen im deutschen Kulturgebiet, die Elisabethkirche mit dem Schrein der heiligen Elisabeth von Thüringen in Marburg war einer der Höhepunkte der Reise. Mit dem Bähnle ging es durch die Altstadt mit ihren historischen Fachwerkhäusern hinauf zum Landgrafenschloss.

Eine Führung durch die Ausstellung der Leica-Werke in Wetzlar gewährte einen Einblick in die Entwicklung der Kameratechnik und die Fertigung optischer Geräte. Eine Stadtführung durch enge Gassen und Marktplätze, vorbei am ehemaligen Reichskammergericht und dem Lottehaus hinterließ bleibende Eindrücke. Johann Wolfgang von Goethe war Praktikant am Reichskammergericht, wo er sich in die 19-jährige Charlotte Buff verliebte, was er in seinen „Leiden des jungen Werther“ verarbeitete. Ein Wahrzeichen der Stadt ist der simultan genutzte Dom.

Nach dem umfangreichen Besichtigungsprogramm der ersten beiden Tage wurde ein Erholungstag mit einer Schifffahrt auf dem Ederstausee und dem Besuch der Wasserspiele im Wilhelmspark Kassel eingelegt.

Eine Stadtführung am vierten Tag durch das mittelalterliche Städtchen führte zum bekannten Limburger Dom. Eine Ordensschwester ermöglichte der Gruppe auch den Zugang zum Chorraum und zur Empore.

Am Nachmittag stand Bad Nauheim mit seinen Gradierbauwerken und dem Sprudelhof mit seinen Badehäusern im Jugendstil sowie seinen Parkanlagen auf dem Reiseprogramm. Den Abschluss bildete eine Führung im barocken Dom St. Salvator zu Fulda mit dem Grab des heiligen Bonifazius.

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