Experten sehen Deutschland im Halbfinale

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 Hier jubeln Hendrik Pekeler (von links), Steffen Weinhold und Torwart Andreas Wolff beim Testspielsieg gegen Argentinien. Ab Do
Hier jubeln Hendrik Pekeler (von links), Steffen Weinhold und Torwart Andreas Wolff beim Testspielsieg gegen Argentinien. Ab Donnerstag wollen sie dies bei der Weltmeisterschaft tun. (Foto: Axel Heimken/dpa)
Sportredakteur

Deutschland und Korea bestreiten am Donnerstag in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin das Eröffnungsspiel der Handball-Weltmeisterschaft (18.15 Uhr/live im ZDF). Das Turnier wird erstmals in zwei Ländern – in Deutschland und Dänemark – ausgetragen. Die weiteren Gegner der Auswahl des Deutschen Handballbunds (DHB) heißen in der Gruppe A Brasilien, Frankreich, Russland und Serbien. Wer ist der WM-Favorit und was ist dem deutschen Team zuzutrauen? Felix Gaber hat sich bei Experten in der Region umgehört.

Für Cosmin Popa, den Trainer des Landesligisten TG Biberach, gibt es mehrere Kandidaten, die den WM-Titel holen können. „Frankreich ist einer der Topfavoriten, auch wenn es natürlich ein schwerer Verlust ist, dass Karabatic verletzungsbedingt nicht spielen kann“, sagt der 48-Jährige. Kroatien, Serbien und Mazedonien können seiner Ansicht nach ebenfalls eine gute Rolle beim Turnier spielen. Dänemark als einer der Gastgeber zählt Popa zum engeren Favoritenkreis, ebenso Norwegen. „Das Team hat bei der EM eine gute Figur gemacht.“ Einen WM-Sieg von Deutschland hält der TG-Trainer für möglich. „Das Publikum und der Heimvorteil sind ein wichtiger Faktor“, sagt Popa. „Deutschland hat keine einfache Vorrundengruppe mit Russland und Frankreich. Ich traue Deutschland den Einzug ins Halbfinale zu. Dann ist alles offen.“ Popa will die WM im Fernsehen intensiv verfolgen, auch um sich als Trainer noch etwas abzuschauen.

„Deutschland kommt auf jeden Fall ins Halbfinale. Trotz des Ausfalls von Rückraumschütze Julius Kühn ist die deutsche Mannschaft in der Breite stark besetzt“, sagt Isabell Seifert, Rückraumspielerin beim Bezirksklasse-Club SV Schemmerhofen. Dass Tobias Reichmann nicht für die WM nominiert worden ist, kann sie nachvollziehen. „Wichtig ist, dass es im Rückraum mehrere Alternativen gibt und darauf zielte die Entscheidung von Bundestrainer Christian Prokop ja auch ab“, so Seifert. Topfavorit auf den WM-Titel sei Dänemark. „Zum Favoritenkreis zählen auch Titelverteidiger Frankreich – auch ohne Nikola Karabatic –, Norwegen, Spanien und Deutschland“, sagt die 30-Jährige.

Hafner tippt auf Kroatien

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