Besondere Kunst: Enkelin und Opa verwandeln Gemälde in Musik

Die Perkussionistin und Komponistin Vanessa Porter hat zu den Bildern ihres Großvaters David Porter eigene Kompositionen erschaf
Die Perkussionistin und Komponistin Vanessa Porter hat zu den Bildern ihres Großvaters David Porter eigene Kompositionen erschaffen. (Foto: Christopher Bühler)
Schwäbische.de

Eigentlich dienen die in der Biberacher Innenstadt verteilten Dreiecksvitrinen zum Ankündigen von Veranstaltungen. Ab Mitte Januar werden sie auch zum Ort für ein genauso neues wie kreatives Projekt: In „Cycle.Sound.Color.“ verschmelzen Klang und Bild zu einem audiovisuellen Gesamtkunstwerk im öffentlichen Raum.

Erdacht hat es die aus Laupheim stammende Perkussionistin Vanessa Porter, seit Kurzem auch Erstplatzierte des Bruno-Frey-Kulturpreises Biberach. Sie präsentiert auf Großplakaten zehn abstrakte Gemälde ihres Großvaters David Porter in Verbindung mit eigenen Kompositionen, die die in Stuttgart lebende Perkussionistin und Komponistin Vanessa Porter zu den Bildern ihres Großvaters geschaffen hat.

Mittlerweile international renommierte Perkussionistin

Sie zählt mittlerweile international zu einer der vielseitigsten Perkussionistinnen, gewann wichtige Wettbewerbe wie den August-Everding-Musikwettbewerb München, den International Percussion Competition Luxembourg und den PercussiveArt Contest Italy, war Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg und des Deutschen Musikrats und wird zu renommierten Festspielen wie dem Schleswig-Holstein-Musik-Festival eingeladen.

„Color“ steht bei diesem Projekt für die vielen Farben der großformatigen Kunstwerke von David Porter. Das Scannen eines QR-Codes leitet dann direkt zu den eigens dafür komponierten „Sounds“, die sich zwischen einfachen Melodien, Minimal Music und Soundinstallationen für Elektronik und Perkussion bewegen. „Cycle“ schließlich steht für den Zyklus der insgesamt zehn Gemälde, die sich in einem einheitlichen, modernen Kunststil bewegen, aber dennoch viel Raum für individuelle Interpretation und Wahrnehmung lassen.

Sinnerlebnis für den öffentlichen Raum

Mithilfe eines Teams unter anderem aus Grafikern, Webmastern, Recordern, Filmern und Vertreterinnen und Vertretern vieler anderer Sparten ist ein Sinnerlebnis für den öffentlichen Raum entstanden, bei dem Kunst durch alltägliche Begegnungen im Freien sicht- und hörbar gemacht und in einem intergenerationellen Austausch erlebbar wird.

Gefördert wurde das Projekt von „Neustart Kultur“, vom Musikfonds und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. In der Stuttgarter Innenstadt konnte das Sinnerlebnis im vergangenen August bereits bewundert und angehört werden – ab Mitte Januar ist es nun auch in Biberach zu erleben.

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