Elektrifizierung der Südbahn wird noch teurer

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Zugpassagiere steigen am in einen Interregio-Express, der auf der Südbahn verkehrt. (Foto: dpa)
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234,3 Millionen Euro – und damit noch einmal 8,3 Millionen Euro mehr als die im Herbst bekannt gewordenen 226 Millionen Euro – soll die Elektrifizierung der Südbahn zwischen Ulm und dem Bodensee kosten. Das wurde am Freitag bei der Sitzung des Finanzausschusses des Biberacher Kreistags bekannt. Ursprünglich war mit Kosten von 140 Millionen Euro gerechnet worden, die sich Bund und Land zur Hälfte teilen. Im Frühjahr 2012 ermittelte eine Kostenschätzung 180 Millionen Euro. Weitere 46 Millionen Euro kamen im Herbst dazu, weil Oberleitungsmasten auf moorigem Grund errichtet und Kabeltrassen ertüchtigt sowie zusätzliche Stützmauern errichtet werden müssen. Dies alles führe zu zusätzlichen Planungskosten von 8,28 Millionen Euro, sagte gestern Peter Hirsch, Leiter des Verkehrsamts im Biberacher Landratsamt.

Für Donnerstag hat Verkehrsminister Winfried Hermann Vertreter des Interessenverbands Südbahn sowie die Landräte Heiko Schmid (Biberach), Kurt Widmaier (Ravensburg), Lothar Wölfle (Bodenseekreis), Heinz Seiffert (Alb-Donau-Kreis) und Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner nach Stuttgart zum Gespräch eingeladen. Erörtern will Hermann dabei die Frage, ob die Region und der Interessenverband willens sind, sich an den zusätzlichen Kosten zu beteiligen. Das Land geht derzeit von 23 Millionen aus, die zusätzlich zu übernehmen sind.

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