Einkaufen in Biberach: Delegation aus Schorndorf holt sich Tipps

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 So tauschen sich die Städte aus: (v. l.) Friedrich Kolesch, Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer und Bürgermeister T
So tauschen sich die Städte aus: (v. l.) Friedrich Kolesch, Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer und Bürgermeister Thorsten Englert, Biberachs Baubürgermeister Christian Kuhlmann, Ulrich Prestle, Kulturdezernent Jörg Riedlbauer, Julia Geiger (Fachbereichsleiterin Kommunales) und Gabriele Koch (Fachbereichsleiterin Wirtschaftsförderung) beim Rundgang durch die Biberacher Altstadt. (Foto: Stadtverwaltung)
Schwäbische Zeitung

Infolge des baden-württembergischen Stadtmarketingpreises, der vor wenigen Monaten an Biberach ging, interessieren sich zunehmend auch andere Städte für die hiesigen Aktivitäten. Nach einer Delegation aus Sindelfingen, angeführt von Oberbürgermeister Bernd Vöhringer, war nun eine von Oberbürgermeister Matthias Klopfer und Bürgermeister Thorsten Englert geleitete Delegation aus Schorndorf zu Gast in Biberach.

In seiner Eröffnungsrede hob Kulturdezernent Jörg Riedlbauer unter anderem auf den immensen Wettbewerb um Menschen ab, dem sich die Städte in Deutschland aufgrund des demografischen Wandels stellen müssen, um Fach- und Führungskräfte für die örtlichen Unternehmen, junge Familien, Studierende für die Hochschule oder Kunden für den Einzelhandel zu gewinnen.

Die Wahrnehmbarkeit einer Stadt sei in diesem Kontext einer der zentralen weichen Standortfaktoren, weswegen es mehr denn je gelte, die besonderen Qualitäten urbaner Milieus zu stärken, um attraktiv zu bleiben, wobei die Kultur- und Kreativitätsaffinität eine immer größere Rolle für die Stärkung lokaler und regionaler Ökonomien spielt.

Es gelte das Spezifische und Besondere einer Stadt für deren Lebensgefühl herauszuarbeiten, wobei auch dem inhabergestützten Einzelhandel zentrale Bedeutung zukomme.

Baubürgermeister Christian Kuhlmann führte in einer Präsentation aus, wie in Biberach erfolgreich die langfristig angelegte und mit planungsrechtlichen Instrumenten unterlegte Strategie umgesetzt wird, innenstadtrelevanten Einzelhandel auch nur in der Innenstadt zu ermöglichen und die zum Teil seit Jahrhunderten bestehenden Handels- und Bürgerhäuser mit den Erfordernissen moderner Warenpräsentation in Einklang zu bringen – etwa, wenn es darum geht, Verkaufsflächen in der Innenstadt zum Teil auch in Denkmälern zu erweitern.

Hohe bauliche Qualität sei dabei eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Stadtbild attraktiv bleibe. Hinzu komme als tragende Säule das Engagement der beiden örtlichen Einzelhandels-Organisationen Werbegemeinschaft und Biber-Card, deren Vorstandsmitglieder Friedrich Kolesch und Uli Prestle in profunden Beiträgen auf die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Einzelhandel eingingen und hierfür wesentliche Zahlen, Daten und Fakten präsentierten.

Der intensiven Aussprache und Diskussion folgte die Besichtigung des Modehauses Kolesch und der historischen Altstadt.

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