Eine Steigerung ist nötig

Lesedauer: 4 Min
 Der FV Biberach (hier Ramon Diamant) ist im Spitzenspiel beim VfB Friedrichshafen gefordert.
Der FV Biberach (hier Ramon Diamant) ist im Spitzenspiel beim VfB Friedrichshafen gefordert. (Foto: Volker Strohmaier)
Sportredakteur
Michael Mader

Beim Fußball-Landesligist FV Biberach sind Verletzungen vor dem Spitzenspiel beim VfB Friedrichshafen (Anpfiff Samstag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz am Zeppelinstadion) kein Problem.

Trainer Dietmar Hatzing hat den gesamten Kader zur Verfügung und kündigt die eine oder andere Veränderung in der Aufstellung an. Konkrete Namen will der 56-Jährige allerdings nicht nennen. Der Biberacher Übungsleiter war nach der Partie auf dem Kunstrasen am Erlenweg gegen den FC Ostrach (1:1) mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit sehr unzufrieden. „Es hat an allen fußballerischen Tugenden gemangelt, vor allem der Wille, das Spiel zu gewinnen, hat mir gefehlt.“

Hatzing erwartet von seinem Team eine andere Einstellung und eine andere Körpersprache. „Wenn wir das nicht auf den Platz bringen, haben wir in Friedrichshafen keine Chance.“ Nur mit 100-prozentiger Leistungsbreitschaft sei am Bodensee zu bestehen. Daran hat Hatzing seine Spieler in mehreren Besprechungen während der Woche erinnert und auch im Training einen Schwerpunkt gesetzt. „Wir haben das Zweikontaktspiel in den Fokus genommen, weil wir schon in allen Mannschaftsteilen schneller spielen müssen.“

Der Trainer des aktuellen Tabellenzweiten hat sich die Partie des VfB Friedrichshafen angeschaut und war stark beeindruckt von den Häflern trotz des Punktverlusts gegen Ravensburg II. „Ralf Heimgartner ist immer noch ein begnadeter Spielgestalter und auch die beiden Außenspieler haben mir gut gefallen.“ Hatzing setzt darauf, dass der VfB eher mit dem Druck des Gewinnenmüssens umgehen muss als seine Mannschaft. „Wir müssen zu unserer Unbekümmertheit der Vorrunde zurückkehren, dann werden wir auch wieder besser spielen.“

Friedrichshafen zweimal Remis

Beim Gegner aus Friedrichhafen läuft es auch nicht optimal. Nach drei Siegen in Folge vor der Winterpause musste sich die Mannschaft von VfB-Spielertrainer Daniel Di Leo in den ersten Partien des neuen Jahres gegen Weiler (1:1) und den FV Ravensburg II (2:2) die Punkte teilen. „Das Spiel gegen Biberach wird wegweisend“, so Di Leo. Vor allem an „Unkonzentriertheiten“ macht der VfB-Spielercoach, der wegen seiner im Heimspiel gegen Weiler bezogenen Gelb-Roten Karte in Ravensburg nur zuschauen konnte, die beiden Unentschieden fest.

„Wir haben noch 13 Spiele“, betont Daniel Di Leo, der den FV Biberach, wie viele andere Beobachter der Landesliga vor Saisonbeginn „so gar nicht wirklich auf der Rechnung“ hatte. Im Hinspiel Anfang September bezog der VfB beim Aufsteiger eine 1:3-Niederlage. Bis auf Mittelfeldspieler Eugen Strom und Torhüter Heiko Holzbaur, die beide erst nächste Woche wieder ins Training einsteigen, sind beim VfB Friedrichshafen aktuell alle Mann an Bord und einsatzbereit.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen