Ein ganz besonderer Heimsieg

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 Lara Kuhn und die TG-Handballerinnen feierten einen Heimsieg gegen die SG Hofen/Hüttlingen.
Lara Kuhn und die TG-Handballerinnen feierten einen Heimsieg gegen die SG Hofen/Hüttlingen. (Foto: Volker Strohmaier)
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Die Württembergliga-Handballerinnen der TG Biberach haben ihr Heimspiel gegen den direkten Verfolger SG Hofen/Hüttlingen mit 31:23 gewonnen. Gegen gute Gäste zeigten die Biberacherinnen eine mannschaftlich geschlossene Vorstellung und konnten sich am Ende über den verdienten Erfolg in eigener Halle freuen. Einen Gänsehautmoment gab es am Ende der Partie.

Das TG-Trainerteam musste wie erwartet auf Spielmacherin Lena Krais verzichten, die an einer Schulterverletzung laboriert. Die angeschlagenen Spielerinnen Jenny Wagner und Lea Unterfrauner meldeten sich aber rechtzeitig fit. Allen war klar, das mit der SG des Trainerduos Oppold/Ilg eine aktuell formstarke Mannschaft an die Riß kommt, die über eine sehr gute erste Sieben verfügt. So stellte man sich auf ein kampfbetontes und enges Spiel ein. Und genau das bekamen die etwa 150 Zuschauer zu Beginn zu sehen.

Guter Schlussspurt der TG

Jessica Haas und Lara Kuhn gelangen die ersten Treffer. Dabei zeigte die TG-Defensive zu Beginn leichte Schwächen, steigerte sich aber schnell. Bis zum 3:3 blieb es eng, ehe zwei Mal Svenja Hardegger und Julia Spies auf 6:3 erhöhen konnten. Andrea Bretzel im TG-Gehäuse überzeugte mit sehenswerten Paraden. Gepaart mit einer immer besser stehenden Abwehr bekamen die Gäste kaum die Möglichkeit, Torerfolge zu feiern. Besonders wichtig war dann der Schlussspurt des ersten Durchganges. Von 12:9 (23.) konnte man sich bis zur Pause auf 16:9 absetzen. Die eingewechselten Wagner und Unterfrauner steuerten wichtige Treffer bei. Es war ein sehr guter Auftritt der Biberacherinnen, die konzentriert und gut eingestellt wirkten, den Kampf annahmen und die taktischen Vorgaben umsetzten.

Weniger gut war aber der Start in den zweiten Durchgang. Drei sehr schnelle Gegentreffer musste die TG hinnehmen, ehe sie sich auf die umgestellte Abwehr der Gäste besser einstellte und wieder eigene Treffer erzielte. Die folgenden zehn bis 15 Minuten waren keine einfachen für die Biberacherinnen. Es lief nicht alles nach Plan, einige Fehler störten das Angriffsspiel und zu schnelle Gegentreffer ließen die SG wieder Hoffnung schöpfen. Doch genau in solchen Phasen zeigt sich dann, ob ein Team wirklich zusammenhält. Ganz in Ruhe und mit viel Kampf und Wille kämpfte sich die Mannschaft um die Spielmacherinnen Rebecca Kunz und Valentina Herth wieder aus dieser schwächeren Phase heraus. Haas sorgte per Siebenmeter zehn Minuten vor dem Ende wieder für einen stabilen Vorsprung (26:18).

Kurz vor Schluss holte Kunz nochmal einen Strafwurf heraus. Für diesen kam dann die lange am Kreuzband verletzte Nadja Math auf die Platte. Tatsächlich gelang ihr der Treffer unter lautstarkem Applaus des Publikums. Ein besonderer Moment für Math nach achteinhalb Monaten Pause. Annkathrin Branz blieb der letzte Treffer vorbehalten und so konnte sich die TG am Ende über einen 31:23-Erfolg freuen.

„Wir haben uns heute an die Vorgaben, schnell nach vorne spielen zu wollen, gehalten und den Kampf gegen einen guten Gegner von Beginn an angenommen. Wir hatten längere schwächere Phasen, aus denen wir uns gemeinsam herausgearbeitet haben, das ist wichtig“, so Lena Krais, die 60 Minuten auf der Bank mitgefiebert hatte, nach der Partie.

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