Ein Film, in dem man sich gleich Zuhause fühlt

Lesedauer: 4 Min
Produzent Martin Lischke (l.) und Regisseur Christian Klandt präsentierten „Leif In Concert Vol. 2“. Der erste Teil muss erst no
Produzent Martin Lischke (l.) und Regisseur Christian Klandt präsentierten „Leif In Concert Vol. 2“. Der erste Teil muss erst noch gedreht werden. (Foto: Georg Kliebhan)
Felizitas Eglof

Das typische Kneipenszenario – ein blinkender Flipper in der Ecke, die dunklen Holzwände tapeziert mit Postern und ein runder Holztisch, an dem die besten Freunde sitzen. Genau das ist der Ort, an dem der Film „Leif in Concert“ spielt. Gezeigt wurde er zum ersten Mal bei den Biberacher Filmfestspielen.

Eine Besonderheit: „Leif in Concert“ ist bereits der zweite Teil des Films , der erste Teil soll im kommenden Jahr gedreht werden. „Ich glaube das ist der erste Film der Welt, bei dem der zweite Teil als erstes erschienen ist“, sagt Regisseur Christian Klandt am Freitagabend in Biberach.

„Diese eine Kneipe, die jeder kennt, das verlängerte Wohnzimmer, wo du dich zu Hause fühlst, wo du sein kannst, wie du bist, und wo es keine Klassenunterschiede gibt.“ So lautet die Filmbeschreibung von „Leif in Concert“ – und genau das bringt der Film auch rüber. Der Zuschauer fühlt sich, wie wenn er auch an diesem einen Kneipentisch sitzt, und sich mit Oli, Uschi oder Dr. Mark Bencke unterhält. Inhaber der Kneipe ist eigentlich Klaus, aber die Barchefin Lene kommt nach achtmonatiger Reise zurück – was alle Stammgäste freut. Der Zuschauer begleitet Lene durch den Tag, an dem sie die Kneipe für ein Konzert am Abend vorbereitet. Sie räumt die Tische ab, spült, verteilt Aschenbecher und Bierdeckel – und begrüßt Freunde und Kollegen, die sich über ihre Rückkehr freuen. Egal ob der Bierlieferant, der mit Lene erst mal einen Schnaps trinkt, oder einige talentierte Freunde, an die Lene die kleine Bühne in der Kneipe untervermietet. Ständig ist der kleine Raum gefüllt mit Musik, Tanz oder Poesie.

Natürliche Kneipengespräche

Zwischendurch sitzt der Zuschauer immer wieder am Tisch mit zwei anderen Personen, die typische Kneipengespräche führen. Und diese sind so natürlich, dass man sich wirklich wie in einer Kneipe fühlt. Diese Natürlichkeit ist auch einer Zuschauerin aufgefallen, die „Leif in Concert“ am Freitag in Biberach sah. Da Regisseur Christian Klandt und Produzent Martin Lischke nach dem Film Fragen beantworteten, konnten sie auch erklären, ob die Dialoge improvisiert waren. „Ich habe den Schauspielern bei diesen Paargesprächen den Rahmen gegeben, jedoch hatten sie viel Freiraum bei der Umsetzung. Ich glaube deswegen wirken die Gespräche so echt“, sagt Klandt.

„Leif in Concert“ ist ein Film, der mitten aus dem Leben ist und in dem man sich gleich Zuhause fühlt. Obwohl man die Menschen auf der Leinwand nicht kennt, würde man sich sofort zu ihnen setzen, um ein Bier mit ihnen zu trinken. Und deswegen passt der Untertitel „Ein Film mit Freunden“ perfekt.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen