„Ein bisschen wenig Spaß“ - Grüne machen lieber Wahlkampf als Satire

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Sorgten in vorderen Reihen für Lacher: Eugen Schlachter (li), Winfried Kretschmann (2. v. re), Renate Künast (re).
Sorgten in vorderen Reihen für Lacher: Eugen Schlachter (li), Winfried Kretschmann (2. v. re), Renate Künast (re). (Foto: Kliebhan)
Schwäbische Zeitung
Constanze Kretzschmar

Der Politische Aschermittwoch der Grünen gleicht einer Wahlkampfveranstaltung. 500 Besucher kommen zu Künast und Kretschmann in die Stadthalle.

Während in den mit Parteiangehörigen besetzten vorderen Reihen über die Witze der Redner Eugen Schlachter, Silke Krebs, Winfried Kretschmann und Renate Künast herzlich gelacht wurde, wirkten viele Besucher in den hinteren Reihen still und ernst. Denn die Redner verbreiteten 18 Tage vor der Landtagswahl eher ihre Wahlkampfparolen als politischen Witz. „Ein bisschen wenig Spaß“, beobachtete denn auch die Besucherin Bettina Link. „Ich hätte mir das lustiger vorgestellt.“ Die Veranstaltung gefiel ihr trotzdem, weil sie informativ war. „Hier bekommt man mehr von der Landespolitik mit als sonst.“

Während Bettina Link das erste Mal den Politischen Aschermittwoch besucht, hat Walter Munding schon alle 15 Aschermittwochs-Veranstaltungen der Grünen in Biberach gesehen. Er ist Erster Polizeihauptkommissar und sorgt mit seinen Kollegen für die Sicherheit von Politikern und Besuchern. „Für mich ist diese Veranstaltung faszinierend und interessant“, sagt er. Vor allem die gute Zusammenarbeit mit den Grünen gefällt ihm. Rund 500 Besucher waren zu der Feier in die Stadthalle gekommen. „Das ist viel, war aber zu den Zeiten, als Joschka Fischer herkam, etwas mehr.“

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