Ehrenamtsmesse bringt Helfer näher zusammen

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Monika Berlinghof (Zweite v. links) hat für die ambulante Hospizgruppe geworben.
Monika Berlinghof (Zweite v. links) hat für die ambulante Hospizgruppe geworben. (Foto: Daniel Häfele)

Rund 50 Vereine, Verbände und Organisationen haben am Samstag in der Stadthalle Biberach für das Ehrenamt geworben. Der Ansturm der Besucher hielt sich jedoch stark in Grenzen. Dabei schienen die Voraussetzungen eigentlich gut, dank des frühlingshaften Wetters waren viele Menschen in der Stadt unterwegs. Der städtische Ehrenamtsbeauftragte Rouven Klook zog am Nachmittag trotzdem ein erstes, positives Fazit: „Ein Ziel der Messe war, den Austausch der Vereine untereinander zu fördern. Das ist uns gelungen.“

Erstmals ging die Ehrenamtsmesse in der Stadthalle über die Bühne. Die beiden Auflagen zuvor fanden in der Volkshochschule statt. Neben vielen, bunt geschmückten Informationsständen gab es an diesem Tag auch fünf Vorträge. Bei diesen erfuhren die Teilnehmer, warum es das Ehrenamt braucht, welche Möglichkeiten es an freiwilligem Engagement in Biberach gibt und was es mit dem Sozialführerschein auf sich hat. Darüber hinaus wurden auch rechtliche Rahmenbedingungen wie die Datenschutzgrundverordnung und der Kinder- sowie Jugendschutz thematisiert. Der Kinder- und Jugendzirkus der TG Biberach zeigte unter anderem eine Einrad-, eine Jongliervorführung sowie eine Einlage mit Hula-Hoop-Reifen.

Unter den Besuchern an diesem Tag waren Hartmut Pfrommer und Rosi Pygutsch. „Ich bin Neubürger der Stadt Biberach und möchte mich einmal umsehen, was es an ehrenamtlichem Engagement so gibt“, sagte der 78-Jährige. Er zeigte sich überrascht von dem vielseitigen Angebot. Ob für ihn ein passendes Ehrenamt dabei ist, konnte er am Samstag noch nicht sagen. Jedoch hat er sich reichlich Informationsmaterialien mitgenommen, unter anderem auch von der Ambulanten Hospizgruppe Biberach.

„Wie viele andere Einrichtungen sind auch wir auf der Suche nach Helfern“, erläutert die 67-Jährige Monika Berlinghof. Neben ihrem Engagement bei Bürger für Bürger, dem Netzwerk Ehrenamt, bei der St.-Elisabeth-Stiftung und dem Hundebesuchsdienst im Pflegeheim ist sie seit 2009 auch bei der Hospizgruppe Biberach mit von der Partie. „Der Tod ist ein sehr schwieriges Thema. Damit setzt man sich nicht gerne auseinander“, schildert Monika Berlinghof. Deshalb sei die Suche nach Ehrenamtlichen noch einmal schwerer als bei anderen Vereinen, vermutet sie.

Auch Biberachs Oberbürgermeister Norbert Zeidler schaute bei der Ehrenamtsmesse vorbei. Er ging von Stand zu Stand, um sich über die Sorgen und Nöte der Vereine zu informieren. Inwiefern die Messe fortgesetzt wird, konnte der Ehrenamtsbeauftragte Klook am Samstag noch nicht sagen:„Der Wunsch der Ehrenamtlichen ist auf jeden Fall da, das in einen festen Rhythmus zu bringen.“ In welchen Abständen dies sein wird, müsse man sehen.

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