Ehemalige PG-Schulleiterin feiert 90. Geburtstag

Lesedauer: 3 Min
 Elfriede Neidlein, ehemalige Schulleiterin des PG, wird 90.
Elfriede Neidlein, ehemalige Schulleiterin des PG, wird 90. (Foto: Pestalozzi-Gymnasium Biberach)
Schwäbische Zeitung

Elfriede Neidlein, ehemalige Schulleiterin des Pestalozzi-Gymnasiums (PG), feiert am Mittwoch ihren 90. Geburtstag. Neidlein leitete das PG 18 Jahre lang von 1975 bis 1993. Im Jahr 2006 wurde ihr vom Land Baden-Württemberg für ihre Verdienste um die Frauenförderung die Staufermedaille verliehen.

Auf die Frage „Wie geht es Ihnen?“ antworte die 90-Jährige „Ich bin zufrieden“, sagt Johannes Geyer, Lehrer am PG. „Sie hat erzählt, dass sie zum 90. Geburtstag wieder einige Tage auf einer Reise mit ihren Söhnen sein wird. Das Lebensalter fordert einen gewissen Tribut, aber Elfriede Neidlein weiß sich zu helfen und nutzt die zur Verfügung stehenden Hilfsmittel, um ihre körperliche und geistige Beweglichkeit bestmöglich zu erhalten“, schildert Geyer. Nach philologischen Studien in Tübingen und Dijon und mehrjähriger Lehrtätigkeit am Gymnasium Ehingen und am Aufbaugymnasium Ochsenhausen kam Elfriede Neidlein am 19. April 1966 an das damalige Progymnasium Biberach, das jetzige PG. Dort unterrichtete sie die Fächer Englisch, Französisch und Deutsch.

Vier Jahre später wurde sie zur Studiendirektorin befördert und übernahm die Leitung der Fachabteilungen Deutsch und Französisch. Nach weiteren zwei Jahren wurde sie stellvertretende Schulleiterin. In dieser Funktion war Elfriede Neidlein maßgeblich am Auf- und Ausbau des PG beteiligt. 1975 wurde sie zur Schulleiterin bestellt. „Sie war eine Schulleiterin mit Herz und führte das Pestalozzi-Gymnasium in einem menschlichen, zutiefst pädagogischen Sinn und war damit ihrer Zeit weit voraus“, beschreibt Johannes Geyer ihre Art, die Schule zu führen.

Lange einzige Schulleiterin

Im Kreis der gymnasialen Schulleiter im Regierungsbezirk Tübingen war Neidlein über viele Jahre die einzige Frau. Die Erfahrungen, die die vierfache Mutter als berufstätige weibliche Führungskraft machen konnte, wurden zu einer zweiten Lebensaufgabe: Frauenförderung. Nach ihrer Pensionierung wurde sie offiziell seitens des Regierungspräsidiums mit dieser Aufgabe betraut. Sie blieb ihr langfristig treu. Zur Würdigung ihrer großen Verdienste um die Frauenförderung im Land wurde Elfriede Neidlein 2006 vom Ministerpräsidenten die Staufermedaille verliehen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen