Eberhardzell will Ringschnait ärgern

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Eberhardzell (r. Stephan Maucher) trifft auf Ringschnait, Mittelbuch (am Ball Niklas Renz) auf Warthausen/Birkenhard.
Eberhardzell (r. Stephan Maucher) trifft auf Ringschnait, Mittelbuch (am Ball Niklas Renz) auf Warthausen/Birkenhard. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Die Partie SF Schwendi gegen den SV Reinstetten läutet am Samstag, 3. Oktober, 16 Uhr, den sechsten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Riß ein. Am Sonntag, 4. Oktober, gibt Tabellenführer SV Ringschnait beim SV Eberhardzell seine Visitenkarte ab. Der Zweite SV Mittelbuch empfängt den Vierten SGM Warthausen/Birkenhard, Sulmetingen im Stadtderby Laupheim II. Baltringen reist zum Kellerduell beim SV Schemmerhofen. Anpfiff ist bei allen Spielen um 15 Uhr.

Sechs Punkte aus fünf Spielen – bei den SF Schwendi hatte man schon bessere Einstiege in die Saison. Besonders ärgerlich war am Vorsonntag ein verspielter Zwei-Tore-Vorsprung in Baltringen. Gegen den SV Reinstetten kann und muss das Team um Trainer Michael Dreyer unter Beweis stellen, dass deutlich mehr Qualität als der derzeitige achte Platz da ist. Der Gast hingegen brachte in fast allen Spielen die Offensivkraft auf das Feld, der dritte Platz ist keine Überraschung. Die schnellen Angreifer des SVR sind kaum auszurechnen, für die SF-Abwehr steht wohl reichlich Beschäftigung an.

Vor gut elf Monaten standen sich der SV Eberhardzell und der SV Ringschnait im Derby letztmals gegenüber. Da erwischte der SVE den SVR mitten in einer schwachen Saisonphase und siegte als damaliges Kellerkind 1:0. Die Vorzeichen sind jetzt etwas anders. Der SVE ist in recht guter Verfassung, der Tabellenführer vor dem ersten von zwei anstehenden Lokalderbys in blendender Form. Die Zeller wissen: Man braucht einen Sahnetag um den Ligaprimus zu schlagen. Der stellte zuletzt einen eigenen Startrekord auf und will diesen ausbauen.

Die Partie zwischen dem Zweiten SV Mittelbuch und dem Vierten SGM Warthausen/Birkenhard ist nicht nur ein Duell von zwei bisher ungeschlagenen Teams, sondern auch der Torjäger. Beim Aufsteiger traf Luca Ruedi bereits acht Mal, blieb jedoch am Vorsonntag erstmals ohne Treffer. Gäste-Spielertrainer Jochen Hauler steuerte sieben der insgesamt elf SGM-Treffer bei und ist somit eine kleine Lebensversicherung. Sowohl der SVM wie auch die SGM haben dasselbe Ziel vor Augen: Man will auch den sechsten Spieltag unbesiegt überstehen.

Der TSV Kirchberg tritt gegen den SV Baustetten bereits zum fünften Mal in dieser Saison vor eigenem Publikum an. Richtig zufrieden ist man beim TSV mit der bisherigen Punkteausbeute nicht, immerhin trotzte man zuletzt Mittelbuch mit einer Energieleistung einen Punkt ab. Die Gäste waren von beiden bisherigen coronabedingten Spielabsagen voll betroffen, was dann auch jeweils zweiwöchige Spielpausen bewirkte. Trotz fehlender Spielpraxis muss der Vorletzte jetzt aber in den Punktemodus kommen, sonst drohen schwere Zeiten.

Nicht in den schlimmsten Träumen hätte man sich beim SV Schemmerhofen einen derartigen Fehlstart ausmalen können. Dem SVS aber Bezirksligaformat abzusprechen, wäre deutlich verfrüht. In Ingerkingen trifft man auf den SV Baltringen, einen Gegner ähnlicher Kragenweite. Der Aufsteiger will nun den ersten Sieg. Auf den warten auch noch die Gäste, die nach einer Systemumstellung aber zuletzt zwei Mal punkten konnten. Auch die Freudenmann-Truppe sinnt auf den ersten Dreier, das Kellerduell sieht man als erste Schlüsselpartie der Saison.

Am Ende für eine gute Partie nicht belohnt – mehr gab es für den VfB Gutenzell am vergangenen Spieltag nicht zu notieren. Im zweiten Heimspiel der Saison trifft der VfB auf den Tabellennachbarn BSC Berkheim. „Gut gegen den Ball arbeiten und die Chancen nutzen“, gibt Coach Marcel Übelhör seiner Elf vermutlich mit auf den Weg. Gästetrainer Philipp Birk-Braun sitzt beim Wiedersehen mit dem Ex-Verein wohl noch eine Rot-Sperre ab, sah am Vorsonntag aber einen kompakt spielenden BSC. Mit einem Remis wie in der Vorsaison könnten die Gäste besser leben.

Die Tabellenspitze kann der SV Sulmetingen nach einem 0:5 in Ringschnait derzeit nur mit dem Fernglas orten. Um diese nicht komplett aus den Augen zu verlieren, braucht der SVS eine Serie. Den Anfang dazu plant man im Stadtderby gegen Olympia Laupheim II, wo man auf den ehemaligen Mannschaftskollegen Fabian Arb trifft. Der durfte mit seiner Mannschaft in der laufenden Saison ebenso viele Siege feiern wie der SVS und würde mit einem Erfolg sogar dessen Platz im vorderen Tabellenmittelfeld einnehmen. Der letzte Sieg liegt aber vier Jahre zurück.

Der FC Mittelbiberach hat ehrlich erspielte und verdiente sieben Zähler auf dem Punkekonto und reiht sich auf dem seriösen Platz sechs ein. Ausgeglichen wie der bisherige Saisonverlauf ist auch die Bilanz gegen den Tabellenachbarn SV Steinhausen. In der Vorsaison gab es bei den bisher einzigen Bezirksligaduellen einen Sieg sowie eine Niederlage. Die Rottumtäler landeten bisher zwei grandiose 7:1-Heimsiege, auswärts gab es zwei knappe Niederlagen. Beim Re-Start nach einer coronabedingten Zwangspause liebäugelt man mit dem ersten Auswärtssieg.

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