Duo ist im Kellerduell gefordert

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 Das Kellerduell zwischen Olympia Laupheim II (hier Fabian Arb) und Eberhardzell steht am Sonntag im Blickpunkt.
Das Kellerduell zwischen Olympia Laupheim II (hier Fabian Arb) und Eberhardzell steht am Sonntag im Blickpunkt. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Der Spitzenreiter SV Ringschnait und der Dritte SF Schwendi eröffnen mit ihren Heimspielen gegen den SV Dettingen und BSC Berkheim am Samstag, 2. November, (Anpfiff jeweils um 14.30 Uhr) den 14. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Riß. Am Sonntag, 3. November, steht das Kellerduell zwischen Olympia Laupheim II und Eberhardzell im Blickpunkt. Reinstetten will gegen den SV Baltringen die Negativserie beenden. Anstoß ist bei allen Begegnungen um 14.30 Uhr.

Trainer Bernd Maier vom Tabellenführer SV Ringschnait wollte diese Woche viel Zeit aufwenden, um seine Mannschaft auf die Aufgabe gegen den SV Dettingen vorzubereiten. Nun muss er außerplanmäßig auch noch die zweite Saisonniederlage vom Vorsonntag aufarbeiten. Da enttäuschte der SVR zwar nicht, ließ aber die Wucht der Vorwochen vermissen. Die wird dann aber nötig sein, um den nur noch sechs Punkte entfernten Gast aus dem Illertal in Schach zu halten. Beim SVD hat man nach einer Serie von sieben Siegen aus den letzten acht Partien eine durchaus nachvollziehbare Hochrechnung aufgestellt: Gelingt der nächste Sieg, ist Platz eins nur noch drei Punkte entfernt.

Form- oder nur Ergebniskrise? Diese Frage stellt man sich bei den SF Schwendi nach zwei Niederlagen in Folge. Zumindest die Anzahl der herausgespielten Chancen lässt dann wohl eher auf Letzteres schließen. Gegen den Aufsteiger BSC Berkheim ist der Tabellendritte aber eindeutig in der Bringschuld, jedes andere Ergebnis als ein Sieg wäre ein weiterer Rückschlag. Die Gäste hinterließen in den beiden letzten ungeschlagenen Spielen einen guten Eindruck, vier Zähler kamen auf das Punktekonto. In der Gesamtheit betrachtet, braucht der BSC aber jeden Punkt dringend. Den will man über eine Kontertaktik realisieren.

Gedämpftere Stimmung

Beim SV Reinstetten sorgt nicht nur die herbstliche Wetterlage, sondern auch die Serie von fünf punktlosen Partien in Folge für etwas gedämpftere Stimmung als noch vor ein paar Wochen. Diese Durststrecke will man jetzt im vorletzten Heimspiel des Jahres gegen den Tabellenzwölften SV Baltringen beenden, ansonsten könnte es für den SVR noch ungemütlich werden. Gästetrainer David Freudenmann verknüpft mit dem Gastspiel im Waldstadion gute Erinnerungen an seine aktive Zeit beim SVR. Zuletzt half er beim etwas überraschenden Sieg gegen Schwendi auf dem Feld mit. Der SVB will erstmals in der Saison zweimal hintereinander punkten.

Hüben wie drüben ist die Erwartungshaltung vor dem Kellerduell die Gleiche, der Erfolgsdruck auch. Schlusslicht FV Olympia Laupheim II will die Negativserie von vier punktlosen Partien beenden, der SV Eberhardzell ist seit drei Begegnungen ohne Punktgewinn. Im Verlauf der bisherigen Saison war es für die Gegner von Olympia II schlichtweg zu einfach, zu Toren zu kommen – 37 Gegentreffer sind eindeutige Fakten. Die Gäste ihrerseits plagt, wie übrigens auch die Heimelf, eine fast chronische Abschlussschwäche. Alles dies zählt in der für beide wichtigen Partie nur wenig, es geht um den Sieg. Eine mögliche Punkteteilung hilft keinem weiter.

Fans, Verantwortliche und Spieler des SV Baustetten durften sich am Vorsonntag über den 20. Sieg seit dem Wiederaufstieg in die Bezirksliga freuen. Dieser Erfolg und gleichzeitige Ausrutscher der drei derzeit noch besser positionierten Teams hat den Tabellenvierten nun in die Verlosung um die Spitzenplätze gebracht. Damit dies so bleibt, braucht man einen Sieg gegen den VfB Gutenzell. Der ist aktuell aber deutlich schwerer zu besiegen als zu Beginn der Saison, was dann letztlich auch an der verbesserten Abwehrarbeit liegt. In den letzten fünf Partien ließen die Gäste nur drei Gegentore zu. Die Bilanz spricht für den VfB: In der Vorsaison gab es zwei Siege, im Pokal Mitte August im Elfmeterschießen.

Der SV Sulmetingen war in der Vorwoche trotz eines eigenen Remis, aber bei gleichzeitigen Niederlagen der Konkurrenz, im Prinzip ein Gewinner. Nun hat es der Tabellenzweite selber mit dem Tabellenführer-Besieger SGM Warthausen/Birkenhard zu tun, bangt gleichzeitig aber um den Einsatz seines angeschlagenen Spielertrainers Heiko Gumper. Der formstarke Aufsteiger kam in seinen letzten fünf Partien zu vier Siegen, die Rolle des intern besten Torjägers teilt sich Spielertrainer Jochen Hauler inzwischen mit Patrick Wilpert. Dies macht die SGM noch ein Stück unberechenbarer, ein weiterer Coup gegen ein Topteam scheint nicht ausgeschlossen.

Die Serie hat gehalten, trotzdem hatte man sich beim TSV Kirchberg insgeheim in Berkheim einen Sieg erhofft. Das will der Tabellenachte nun gegen den nächsten Aufsteiger, den FC Mittelbiberach, nachholen. Zur Freude von Spielertrainer Daniel Kohler und den eigenen Fans traf der TSV in den letzten beiden siegreichen Heimspielen zehn Mal. Der FCM hatte es in den letzten drei Partien durchweg mit Gegnern aus dem ersten Tabellenviertel zu tun und blieb ohne Punkteausbeute. Noch hat der Aufsteiger ein Polster auf die Krisenzone, will nun aber wieder in den Punktemodus. Gegen die schnellen Angreifer des TSV könnte die FCM-Abwehr aber Probleme bekommen.

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