Dieser Schädling treibt auch in der Region sein Unwesen

Lesedauer: 3 Min
 Die Schädlinge sind in der Regel bis zu fünf Zentimeter lang, grün mit schwarzen Punkten.
Die Schädlinge sind in der Regel bis zu fünf Zentimeter lang, grün mit schwarzen Punkten. (Foto: Bernd Weissbrod/dpa)
Schwäbische Zeitung

Weitere Informationen über die Bekämpfung des Buchsbaumzünslers gibt es auf der Homepage des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg (LTZ) unter www.ltz-augustenberg.de

Fragen zur Bekämpfung des Buchsbaumzünslers beantwortet auch Alexander Ego, Kreisfachberater für Garten- und Obstbau, unter Telefon 07351/52-6178 oder per E-Mail an alexander.ego@biberach.de

Auch im Landkreis Biberach ist der Buchsbaumzünsler momentan sehr aktiv. Das Landratsamt gibt in einer Pressemitteilung Tipps für die Bekämpfung des Schädlings und weist darauf hin, was bei der Entsorgung befallener Sträucher zu beachten ist.

Der Buchsbaumzünsler befällt Buchsbäume und kann diese vollständig zerstören. Es handelt sich um einen Falter, der seine Eier hauptsächlich an den äußeren Blättern des Buchsbaums ablegt.

Raupen fressen Rinde

Aus diesen Eiern schlüpfen die Raupen, die zuerst im Innern die Blätter des Buchsbaums und anschließend die Rinde an den Ästen fressen. Dabei sterben alle Pflanzenteile des Buchsbaums oberhalb der Fraßstelle ab. Befallene Pflanzen sehen meist beige-gelblich aus, haben kaum noch Blätter und sind häufig von den Raupen eingespinnt.

Die Schädlinge sind in der Regel bis zu fünf Zentimeter lang, grün mit schwarzen Punkten. Es sind drei Populationen im Jahr zu beobachten: Anfang Mai, ab Mitte Juli und dann noch im September.

Befallene Sträucher zurückschneiden

Der Buchsbaumzünsler kann durch Absammeln oder vorsichtiges Dampfstrahlen sowie das zusätzliche Verwenden von hausgartenzugelassenen biologischen Insektiziden bekämpft werden.

Ferner besteht die Möglichkeit, die befallenen Sträucher zurückzuschneiden. Die gerodeten beziehungsweise zurückgeschnittenen, befallenen Pflanzen und Pflanzenteile müssen jedoch fachgerecht entsorgt werden, um eine weitere Verbreitung des Buchsbaumzünslers zu verhindern.

Das Landratsamt Biberach weist daher auf Folgendes hin:

Kleine Mengen an geschädigtem Buchsschnitt bitte gleich vor Ort in die Restmülltonne packen.

Größere Mengen befallener Buchspflanzen sollten bei den Grüngutsammelstellen abgegeben werden. Ausnahmsweise sind sie dort vollständig auch mit den holzigen Anteilen in die Grüngutcontainer für das saftende Grüngut zu werfen. Durch das weitere Befüllen der Container werden die befallenen Buchspflanzen abgedeckt. Außerdem können die Behälter mit den vorhandenen Deckeln verschlossen werden. Dadurch wird ein weiteres Ausbreiten des Buchsbaumzünslers vermieden. Anschließend wird das Grüngut in einer Vergärungsanlage in Rißegg durch den Verwertungsprozess so weit erhitzt, dass noch vorhandene Eier und Raupen des Buchsbaumzünslers absterben.

Von einer Kompostierung im eigenen Garten wird dringend abgeraten.

Weitere Informationen über die Bekämpfung des Buchsbaumzünslers gibt es auf der Homepage des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg (LTZ) unter www.ltz-augustenberg.de

Fragen zur Bekämpfung des Buchsbaumzünslers beantwortet auch Alexander Ego, Kreisfachberater für Garten- und Obstbau, unter Telefon 07351/52-6178 oder per E-Mail an alexander.ego@biberach.de

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen